Ein weiteres Mitglied…

…wird in der Kompetenzgruppe Demenz aufgenommen. Wir begrüßen Frau Saskia Enz als neues Mitglied.

Wie ich Demenz sehe…

Ich begegne dem Thema „Demenz“ sowie Personen mit einer Form von Demenz immer wieder mit neugierigen und offenen Augen.

Eine wundersame Begegnung mit einem Menschen mit Demenz…

Im Rahmen meiner Mitarbeit bei einem Forschungszentrum, welches sich dem Thema „Herausforderungen und Potentiale einer älter werdenden Gesellschaft“ widmet, durfte ich eine Dame mit der Diagnose „Lewy-Body-Demenz“ bei ihren Vorbereitungen zu einem öffentlichen Vortrag über ihr Leben mit Demenz begleiten. Zu sehen, welche Angst die Dame hatte, dass ihr geplanter Ablauf unterbrochen werden könnte und sie den roten Faden verlieren könnte, aber mit welcher Begeisterung sie diesen Vortrag entgegenfieberte und zu erfahren, welche Wichtigkeit dieser Vortag für die Dame hatte, brannte sich in mein Gedächtnis.

Was mir an der Arbeit in der Kompetenzgruppe Demenz besonders wichtig ist…

Mir ist es wichtig dazu beitragen zu können, dass verschiedenste Sichtweisen auf wissenschaftlicher Ebenen in den Blick genommen werden.

Was ich mir im höheren Alter wünsche…

Ich wünsche mir, dass ich als Mensch mit all meinen Bedürfnissen wahrgenommen und respektiert werde.

Wir stellen vor…

Herrn Christoph Knapp – neues Mitglieder der Kompetenzgruppe Demenz.

Herr Knapp beschreibt seine Verbindung zum Thema „Demenz“ folgend:

Wie sehe ich Demenz?
Demenz ist eine degenerative Krankheit, die zum Tod führt. Jedoch sind die Lebensjahre, die davor gelebt werden, von besonderer Intensität und für den Betroffenen selbst sowie auch seine Angehörigen in jedem Fall eine Herausforderung. Diese Jahre für die Angehörigen und die Betroffenen selbst zu einer positiven zu machen, zu einer Zeit, die geprägt ist, von Nähe, Intimität und Gefühlen, ist mein Anliegen.

Eine wundersame Begegnung…
Während der Einführung meines eigenen Projekts „Mobiles Kegeln – Aktives Leben“, das ich in OÖ in Kooperation mit der Altenbetreuungsschule des Landes OÖ leite und welches sich als mehrdimensionales Aktivierungskonzept für betagte, hochbetagte Menschen und vor allem auch Menschen mit Demenz versteht, hatte ich eine besondere Erfahrung: Ich lud eine 85 jährige, ansonsten einsam im Rollstuhl sitzende, Tag ein, Tag aus aus dem Fenster starrende Dame dazu bewegen, sich mir anzuschließen und eine Partie mitzuspielen. Ich beobachtete sie währenddessen intensiv, und die anfänglich verbitterten Gesichtszüge, geprägt von Angst und Scham, wandelten sich in Entspannung und letztlich sogar in Freude. Das für mich eindrücklichste Erlebnis war, als sie schlussendlich die Bronzemedaille gewann, zu weinen begann und zu mir sagte: „85 Jahre habe ich werden müssen, damit ich endlich wieder einmal was gewinne.“ In den folgenden Tagen erzählte sie mir oft von ihrer Jugend, in der sie sogar einmal Vizemeisterin im Kegeln wurde. Niemand wusste dies zuvor.

Was mir an der Arbeit in der Kompetenzgruppe Demenz besonders wichtig ist…
in meiner bisherigen Zeit als Fachsozialbetreuer mit dem Arbeitsschwerpunkt Altenarbeit war mir die Demenz bereits ein großes Anliegen, da ich besonders für die Angehörigen immer wieder Ansprechpartner war und diese in verschiedenster Hinsicht beriet. Ich sehe meine Zukunft ebenfalls in diesem Fachbereich und bin jetzt gerade auch während des Studiums „Ageing Services Management“ in Verbindung mit meiner Tätigkeit bei der Caritas St. Pölten daran interessiert, in dieses Thema hineinzuwachsen.
Darüber hinaus bin ich ein sehr politischer Mensch und interessiert daran, das Thema im politischen Umfeld auszuleuchten.

Was ich mir im höheren Alter wünsche…
Zufriedenheit ist des Menschen höchstes Gut. Darüber hinaus ist eine professionelle Pflege, die finanziell und personell den Herausforderungen der Zeit angepasst ist, eine Zukunftsvision.