Herzlich Willkommen in der Kompetenzgruppe Demenz – Mag. Verena Bramböck, BA stellt sich vor!

Wie ich Demenz sehe…

Mein Blick auf Demenz hat sich im Laufe meiner Berufslaufbahn gewandelt und wird sich – gefühlsmäßig – auch noch weiter verändern.

Demenz ist vielfältig und bei allen Betroffenen unterschiedlich ausgeprägt. Das Vergessen, die Hilflosigkeit, die Unbekümmertheit, die Verlusterfahrungen, die Offenheit, aber auch Belastungen der Betroffenen – alles kann Demenz sein.

Demenz ist auch Aufgabe, Aufopferung, Liebe und Herausforderung für die Angehörigen.

Demenz ist das Thema meiner Berufslaufbahn und es ist mir ein Anliegen, mich für die bestmöglichen Lebensbedingungen der Betroffenen und Angehörigen einzusetzen.

Eine wundersame Begegnung mit einem Menschen mit Demenz…

Ich kann keine einzelne wundersame Begegnung mit nur einem Menschen mit Demenz herausstreichen. Jede Woche werde ich aufs Neue überrascht und berührt, besonders wenn es Betroffene schaffen auch in oft schwierigen Lebenssituationen so kreativ, offen und positiv zu bleiben.

Was mir an der Arbeit in der Kompetenzgruppe Demenz besonders wichtig ist…

Mein großes Anliegen besteht in der Verbesserung der Versorgungs- bzw. Lebenssituation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen, aber auch der Verbesserung bzw. Mitgestaltung der Arbeits- und Rahmenbedingungen der engagierten Betreuenden beziehungsweise beruflich tätigen Personen.

Dafür braucht es eine möglichst gute und breite Vernetzung. Viele Fragestellungen im Bereich Demenz betreffen ganz Österreich. Der gemeinsame Austausch und das voneinander lernen steht für mich hier im Mittelpunkt.

Was ich mir im höheren Alter wünsche…

Ich wünsche mir, dass ich dann wirklich zufrieden bin.

Zufrieden auf mein Leben zurückblicken kann, nichts oder nur wenig bereue.

Ich wünsche mir auch Zufriedenheit mit der dann aktuellen Lebenssituation. Respekt von anderen, Akzeptanz meiner Persönlichkeit und die Möglichkeit möglichst selbstbestimmt zu leben.

Nachlese 5 Jahre demenzfreundlicher 3. Bezirk Wien

Vor 5 Jahren wurde auf Initiative der CS Caritas Socialis und des Bezirksvorstehers des 3. Wiener Gemeindebezirk mit zahlreichen Vernetzungspatern der erste demenzfreundliche Bezirk ins Leben gerufen… https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20190115_OTS0139/feier-zum-5-geburtstag-des-demenzfreundlichen-3-bezirks-in-wien

 

Was bisher geschah…

Lange war es ruhig am Blog rund um die Kompetenzgruppe Demenz –   aber im Hintergrund wurde fleißig gearbeitet…

Nach einem erfolgreichen 1. Treffen im Rahmen der ÖGPH Tagung im Mai 2018 wurde gleich ein weiteres Meeting fixiert. So lud Franz Bäckenberger vom Hilfswerk Salzburg die Mitglieder der Kompetenzgruppe Demenz in die neuen Räumlichkeiten der Landesstelle in Puch /Sbg. ein – in einem halbtägigen Workshop wurden Erwartungen und Wünsche der Mitglieder gesammelt und an der Darstellung der Kompetenzgruppe Demenz gearbeitet. Bei einem virtuellen Zusammentreffen Anfang November 2018 wurde diese Arbeit an einem Mission Statement fortgesetzt. Bevor sich alle Mitglieder in den wohlverdienten Weihnachtsurlaub verabschieden, wird es noch ein weiteres Online-Meeting geben, um das Mission Statement zu finalisieren und strategische Aspekte zu diskutieren.

Abseits der Arbeitstreffen verfassten Mitglieder der Kompetenzgruppe, welche auch im Rahmen des Symposiums bei der ÖGPH Tagung vertreten waren, einen gemeinsamen Beitrag zum Thema „Österreichische Demenz-Expertise vernetzen“ für die Zeitschrift Pflege Professionell. Wir werden über das Erscheinen informieren!

Herzlich Willkommen in der Kompetenzgruppe Demenz – MMag. Dr. Elisabeth Rappold stellt sich vor!

-Wie ich Demenz sehe…
Demenz bzw. dementielle Beeinträchtigungen betreffen den Menschen und sein soziales Umfeld. Die Herausforderung liegt darin Menschen mit dementiellen Beeinträchtigungen und auch deren Zu- und Angehörigen ein Leben mit möglichst guter Qualität zu ermöglichen.
-Eine wundersame Begegnung mit einem Menschen mit Demenz…
Als junge diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin auf einer Akutgeriatrie: Morgenarbeit in einem vier Bettzimmer, meine Kollegin und ich pflegten gerade ein bettlägerige Patientin, als eine an Demenz erkrankte Patientin aufstand, sich nackt auszog, die Hausschuhe anzog und sich auf dem Weg aus dem Zimmer machte.
Ich: „Frau A. wo möchten Sie hin?“
Frau A: „Ich muss auf’s WC“
Ich: „Möchten Sie sich nicht was anziehen?“
Frau A.: „Ja, meinst?“
-Was mir an der Arbeit in der Kompetenzgruppe Demenz besonders wichtig ist…
Die Verbindung zur Umsetzung der nationalen Demenzstrategie herstellen, Synergien nutzen.
-Was ich mir im höheren Alter wünsche…
Spaß am Leben und viele positive soziale Kontakte.

Elisabeth Rappold arbeitet an der Gesundheit Österreich GmbH in der Abteilung Gesundheitsberufe

 

Herzlich Willkommen in der Kompetenzgruppe Demenz – FH-Prof. Mag. Dr. Olivia Kada stellt sich vor

 

Wie ich Demenz sehe…

Ich sehe die Herausforderungen, die die Diagnose Demenz für die Betroffenen, ihre Angehörigen, die Pflegenden und das Gesundheitssystem mit sich bringt. Ich sehe die Notwendigkeit durch Forschung dazu beizutragen, Menschen mit Demenz ein würdevolles Altern zu ermöglichen, in Umwelten, die Menschen mit Demenz in ihrer Individualität, mit ihren Schwächen aber auch ihren Ressourcen, mit ihren Wünschen und Sorgen, respektieren, wahrnehmen und unterstützen und vor allem mit ihnen und nicht nur über sie kommunizieren.

Eine wundersame Begegnung mit einem Menschen mit Demenz…

Eine wundersame oder vielmehr wunderbare Begegnung mit einer Dame mit Demenz hatte ich während einer Informationsveranstaltung zu einem Forschungsprojekt in einem Pflegeheim. Ich war dort, um die MitarbeiterInnen des Hauses über ein Projekt zur Versorgungsoptimierung zu informieren und mich mit ihnen über ihre Erfahrungen und Herausforderungen auszutauschen. Die offen gestalteten Räumlichkeiten des Heimes ließen es zu, dass sich auch BewohnerInnen nach Lust und Laune zu uns gesellen konnten. Eine Bewohnern tat dies ausgerüstet mit ihren künstlerischen Utensilien: Wasserfarbe, Pinsel und Papier und vor allem einer eindrucksvollen kreativen Energie. Nach Ende meines Vortrags kam die Dame lächelnd auf mich zu und schenkte mir ihr Kunstwerk, das in der Zwischenzeit entstanden war. Diese Dame kennengelernt zu haben, im Austausch mit ihr und auch der Pflegedienstleiterin einiges über sie erfahren zu haben, war eine prägende Erfahrung. Die Schaffenskraft, die diese Dame so offenkundig verkörperte, hat so klar zum Ausdruck gebracht, was wir in der Diskussion um die Erkrankung und die kognitiven Veränderungen und im Umgang mit Menschen mit Demenz oftmals nicht deutlich genug wahrnehmen: die Ressourcen, die es zu beachten und zu fördern gilt. Der Gerontologe Andreas Kruse gibt hierzu wunderbare Impulse und beschreibt Wege zur Förderung von Lebensqualität und Würde bei Menschen mit Demenz.

Was mir an der Arbeit in der Kompetenzgruppe Demenz besonders wichtig ist…

Gemeinsam etwas zu bewegen, in der angewandten Forschung für und mit Menschen mit Demenz.

Was ich mir im höheren Alter wünsche…

In meiner Individualität respektiert zu werden, umgeben zu sein von Menschen, die mich lieben, in einer Gesellschaft, die Menschen jeden Alters wertschätzt und in ihrer selbst- und mitverantwortlichen Lebensführung unterstützt.

 

Link zu MitarbeiterInnenseite der FH Kärnten:

http://www.fh-kaernten.at/mitarbeiter/?personId=4295330103&param=

Link zu einem FesH Blog der FH Kärnten:

http://blog.fh-kaernten.at/fresh/ausgezeichnete-wissenschaftlerin-lehrt-und-forscht-an-der-fh-kaernten/

 

 

Herzlich Willkommen in der Kompetenzgruppe Demenz – Mag. Beate Czegka, MAS DGKS stellt sich vor

 

Wie ich Demenz sehe…

… eine unglaubliche Herausforderung für die Lebensqualität und Autonomie der Betroffenen und der engsten (vertrauten) Bezugspersonen. Ein unglaubliche Herausforderung an die Haltung, Empathie und das Fachwissen aller, die mit Menschen mit Demenz arbeiten und leben. Mit Abstand gesehen, erdet es auch sehr.

Eine wundersame Begegnung mit einem Menschen mit Demenz…

… die so spontan und positiv reagieren können, wenn man es geschafft hat in Beziehung zu treten und eine dann immer wieder überraschen.

Was mir an der Arbeit in der Kompetenzgruppe Demenz besonders wichtig ist…

… ich möchte einen Beitrag leisten für eine Verbesserung der Situation für Menschen mit Demenz und deren Bezugspersonen (privat und professionell).

Was ich mir im höheren Alter wünsche…

… ehrlich – nicht an Demenz zu erkranken und wenn doch – in einer Umgebung zu leben, die mich (be)schützt, meine Autonomie unterstützt und mir emphatisch begegnet.