STUDI-GEDANKEN IN ZEITEN WIE DIESEN… (von Simone Flaschberger)

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Zu Anfang belächelt, am Ende wurde es wahr,

der Kampf gegen den Corona-Virus,

er ist nun da.

 

Bildungseinrichtungen werden geschlossen, Sozialkontakte minimiert,

es kommt ein Gefühl auf, das stark irritiert.

Ein Anflug von Unsicherheit gefolgt von Angst,

schlimm das Gefühl, wenn du um deine Zukunft bangst.

 

Ein Hörsaal, zehn Tische und zwanzig Stühle darin

und ich merke das erste Mal wie alleine ich nun bin.

Ich schlendere weiter durch gähnend leere Gänge,

es fehlen die Geräusche der sonst arbeitenden Menge.

 

Die Bibliothek bietet Sicherheit, weil sie so ist wie sie immer war.

Die Stille, die Ruhe, sie sind hier stets da.

Ein Ort der Begegnung auch in dieser Zeit,

denn jede/r holt noch Bücher und macht sich bereit.

Bereit für ein Arbeiten von zu Hause aus,

so sieht die nahe Zukunft für uns alle aus.

 

Tage sind vergangen und wir sitzen zu Haus‘,

auch das Licht in der Bibliothek ist nun für eine Weile aus.

Das Leben, wie wir es bisher kannten ist nun vorbei,

manch‘ eine/r findet, es sei eine Sauerei.

 

Doch in meinem Kopf dreht sich das Karussell der Fragen

und niemand kann mir eine Antwort sagen.

Wie lange sind wir nun zu Haus‘?

Können wir Mitte April auch wirklich wieder raus?

Werden die Abschlussarbeiten und Prüfungen machbar sein?

Wie schaffe ich diese Dinge nun alle ganz allein?

Die ersten Lernmaterialien treffen per E-Mail ein,

wird das alles bewältigbar sein?

 

Man merkt,

von Normalität ist weit und breit noch keine Spur,

das zeigt auch der regelmäßige Blick auf meine Uhr.

Man wünscht sich die Zeit möge schnell vergehen

und dass wir uns alle fit und gesund wiedersehen.

 

Dinge, welche einst lästig waren,

möchte man nun wiederhaben.

Ich wünsche mir mein Leben zurück,

samt Fachhochschule, Freiheit und Glück.

 

Ich möchte euch zeigen,

auch für mich ist es schwer,

aber die Hörsäle bleiben bestimmt nicht für immer leer.

 

Und trotz dieser Krise ist der Frühling nun da,

nehmt ihn in all‘ seinen Facetten wahr.

Für uns mögen die Tage alle gleich aussehen,

aber die Natur wird weiter unbeirrt ihre Wege gehen.

 

Nehmen wir uns ein Beispiel daran,

es wird bestimmt wieder anders – irgendwann.

 

Es wird der Tag kommen,

da kehrt das Leben an die Hochschulen zurück,

bis dahin wünsche ich euch Gesundheit, Zuversicht

und von der Liebe ein großes Stück.

 

Ich wünsche euch das Gefühl der Zufriedenheit,

nehmt euch bewusst die gewonnene Zeit.

Lest, lernt und findet zu euch zurück,

nehmt euch trotz Sorgen ein Stückchen vom Glück.

 

Geht besonnen an die Herausforderung heran,

denn dies ist eine Situation, die nun niemand ändern kann.

In diesem Sinne: Stay at home – stay cool!

 

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