Unsere ersten zwei Wochen in der Akutgeriatrie-zwischen Nervosität, Wachstum und Teamgeist

Die ersten zwei Wochen unseres Praktikums auf der Akutgeriatrie waren für uns als DGKP-Studierende eine sehr intensive, spannende und lehrreiche Zeit. Bereits in der Einführungswoche wurde uns klar, dass dieses Praktikum für unsere zukünftige Berufung etwas ganz Besonderes sein wird. Vor allem, weil wir die Station im weiteren Verlauf selbstständig führen werden. Dieser Gedanke bringt bei vielen von uns Vorfreude, aber auch Respekt vor der Verantwortung hervor.

Die Einführungswoche war sehr gut strukturiert und hat uns wirklich einen hilfreichen Einstieg in das Praktikum ermöglicht. Zu Beginn standen organisatorische Punkte wie die Kleideranprobe, die Zuteilung der Spinde oder die Gruppeneinteilung für die nächsten Tage im Vordergrund. Beim gemeinsamen „Come Together“ bekamen wir die ersten Einblicke vor Ort und lernten einen Großteil der beteiligten Personen kennen. Die ersten Momente waren von Neugier und Spannung geprägt. In den darauffolgenden Tagen erhielten wir die verschiedensten Schulungen, die uns auf den Stationsalltag vorbereiten sollen. Besonders wichtig war die EDV-Schulung im Programm XCaSol und die Hygieneschulung. Auch der ILS-Kurs war ein zentraler Bestandteil der Vorbereitung und hat uns alle wirklich sehr gut auf einen Notfall vorbereitet. So konnten wir das alte Wissen neu auffrischen. Ein weiterer Schwerpunkt war das Teambuilding, wodurch wir uns noch alle ein Stück näher kennenlernen konnten. Uns wurde deutlich, dass neben fachlichem Wissen auch Kommunikation, Organisation und Verantwortungsbewusstsein eine große Rolle spielen. Es war spannend zu beobachten, wie wir als Gruppe Schritt für Schritt zusammengewachsen sind und begonnen haben, uns gegenseitig zu unterstützen. Gegen Ende der Woche folgten weitere wichtige Inhalte wie eine Einführung in das EKG, Schulungen zu Datenschutz, Geräteeinweisungen sowie die Hospitation auf der Station, wo wir uns mit der neuen Umgebung und den wichtigsten Geräten bekannt machen konnten. Dieser Einblick war für uns alle besonders wertvoll, da wir so einen realistischen Einblick in die praktische Welt auf der Station erhalten konnten. Ergänzend dazu beschäftigten wir uns mit den verschiedensten Krankheitsbildern, die uns ausführlich von Fr. Dr. OA Walentiny erklärt wurden. Zudem bekamen wir noch eine Auffrischung zur Diabetestherapie, wodurch wir unser theoretisches Wissen vertiefen konnten.

Mit dem Start der „Going-Live“-Phase veränderte sich die Situation deutlich. Die Nervosität und der Respekt vor der Verantwortung wurden spürbarer. Die erste Woche auf der Station war voller Emotionen! Einerseits fühlten wir uns angespannt und auch überfordert, da wirklich sehr sehr viele neue Eindrücke, Aufgaben und Situationen gleichzeitig auf uns zukamen.

Andererseits waren wir jedoch vollkommen positiv überrascht, da vieles besser funktionierte als gedacht. Besonders unsere gegenseitige Unterstützung war eines der positiven Dinge, da wir uns so wirklich viel Rückhalt geben konnten. Trotz des Stresses und der hohen Anforderungen an uns selbst, konnten wir auch Freude an der Arbeit erleben und unsere ersten Fortschritte wahrnehmen. Kleine Erfolgserlebnisse wie etwa bei pflegerischen Tätigkeiten, im Gespräch mit Patient*innen oder bei organisatorischen Aufgaben stärkten unser Vertrauen in unsere eigenen Fähigkeiten. Eine besonders wertvolle Rolle spielte unser Team. Die gegenseitige Unterstützung unter uns Studierenden sowie durch erfahrene Kolleg*innen war für uns alle sehr wertvoll. Es war immer jemand da, der geholfen hat oder den man fragen konnte. Dieses Gefühl von Zusammenhalt hat uns Sicherheit gegeben, und uns geholfen, auch schwierige Situationen gemeinsam zu meistern.

Rückblickend waren die ersten Wochen eine sehr intensive Lernphase, die uns sowohl fachlich als auch persönlich fördern konnte. Wir haben gelernt, Verantwortung zu übernehmen, im Team zu arbeiten und mit Stress und Unsicherheiten gemeinsam umzugehen.

Mit positiven Gefühlen und viel Motivation blicken wir nun auf die kommenden Wochen und freuen uns darauf, weiterhin dazuzulernen.

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