Polit-Talk mit Landesrat Peter Reichmann an der FH Kärnten in Feldkirchen am 22. April 2026

Fotonachweis: © Büro LR Peter Reichmann / Fabian Grabner

Ein Satz bleibt hängen an diesem Abend. Einer, der nicht nach Politik klingt, sondern nach Haltung: „In Kärnten muss jedes Kind ruhig schlafen können.“ Peter Reichmann sagt ihn ruhig, aber bestimmt – und macht damit klar, worum es ihm geht.

Seit rund sechs Monaten ist der 34-Jährige Landesrat. Beim Polit-Talk an der Fachhochschule Kärnten gibt er Einblicke in einen Einstieg, der alles andere als geplant war. Ein Anruf, ein Treffen – und plötzlich eine Frage, die alles verändert. „Ich dachte, es geht um ein Bildungsthema“, erzählt Reichmann. Stattdessen wird ihm das Amt angeboten. Er sagt zu – und übernimmt Verantwortung.

Im Gespräch mit FH-Professor Martin Klemenjak wird schnell deutlich: Reichmann will gestalten, nicht verwalten. Sein Alltag? Früh beginnen, spät enden, dazwischen Termine, Entscheidungen, Druck. Doch im Mittelpunkt stehen Themen, die unmittelbare Auswirkungen haben – vor allem auf junge Menschen.

Besonders spürbar wird das bei den Diskussionen rund um das SOS-Kinderdorf in Moosburg. Ein sensibles Thema, das auch die Studierenden beschäftigt. Reichmann weicht nicht aus. „Es braucht Kontrolle und Vertrauen, keine Hochglanzkonzepte.“ Für ihn steht fest: Systeme müssen funktionieren – und zwar dort, wo es zählt. Sein Fokus: Familien stärken, bevor Krisen entstehen.

Auch beim Thema Bildung bleibt er konkret. Berufsorientierung, niederschwellige Angebote, lebenslanges Lernen – keine großen Versprechen, sondern Maßnahmen, die greifen sollen. „Es geht um Lösungen, nicht um Probleme.“

Und vielleicht beschreibt eine scheinbar einfache Frage seine Haltung am besten: Pilot oder Passagier? Reichmann lächelt kurz. „Pilot.“

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