Der Mensch im Mittelpunkt

Die Corona-Krise, insbesondere unsere Erfahrungen in den Lockdowns, haben gezeigt, dass unsere Arbeitsweisen und die Art zu Studieren grundsätzlich mobil funktionieren. Und wir haben ebenfalls verstanden, dass kollegiales, respektvolles und persönliches Miteinander wichtig ist. Die face-to-face Ausrichtung der Fachhochschule Kärnten, nämlich Studierende, Lehrende und Mitarbeitende in den Mittelpunkt zu rücken, ist zu einer Herausforderung am Puls der Zeit geworden. Es wird nicht mehr so, wie es vorher war. Das vor der Pandemie selbstverständlich hohe Maß an Anwesenheit wird schwinden, zu überzeugend sind die Vorteile des mobilen Arbeitens und Studierens. Insbesondere das Nutzen der zeitlichen Flexibilität, aber auch Nachhaltigkeitsaspekte sind klare Argumente, warum neue Lern- und Arbeitswelten künftig hybrid sein werden. Die aktuellen Herausforderungen aller Organisationen ist es, eine Balance zwischen analog und digital, Präsenz und virtuell herzustellen.

Das Thema „New Work“ fand bereits 2019 durch die AG „Hochschule der Zukunft“ Einzug in unseren HochschulEntwicklungsPlan (HEP). Seit Herbst 2020 wurde in einem interdisziplinären Arbeitskreis [A1] an den zentralen Fragestellungen für eine übergeordnete Campusstrategie der FH Kärnten gearbeitet, dh. in einem ersten Schritt wurde für den Campus Villach und den Campus Klagenfurt/St.Veiter Str. die „Transferpotentiale der Covid-Learnings in eine innovative Arbeits- und Lernwelt“ geprüft und eine mögliche Objektstrategie entwickelt. Die gemeinsam formulierte Antwort auf die Frage „Wie wollen wir an der FH Kärnten zukünftig arbeiten, führen und uns präsentieren?“ lautet „Innovativ: ziel- und tätigkeitsorientiert, mobil und hybrid, aber mit persönlicher Vernetzung am Standort, wobei experimentieren dezidiert erlaubt ist.“

Anhand der Campusse Klagenfurt und Villach wurden erste Auswirkungen auf die Gebäude andiskutiert. Während in Klagenfurt der Weg zur Umsetzungsstrategie aufgrund der Liegenschaftsverhältnisse komplexer ist und daher noch mehr Vorbereitungszeit gebraucht wird, ist das Planen und Setzen der ersten experimentellen Zeichen am Campus Villach mit der Bibliothek und der Mensa bereits gelungen und soll im Erdgeschoß sowie in der Außengestaltung weiter fortgeführt werden. Zentral dabei ist es, Begegnungsflächen für jegliche Art von Austausch zu schaffen und so sollen Signale identitätsstiftender Flächen für eine neue Qualität von face-to-face Beziehungen sichtbar werden. Die Frage welche weitere räumliche Infrastruktur es für die vermehrt hybride Zusammenarbeit und Lehre am Campus Villach braucht, wird unter der Mitgestaltung der Mitarbeitenden in einem geführten Prozess mit Start 2022 diskutiert und beantwortet werden. Die strategisch tätige Hochschulleitung hat den Gestaltungsrahmen mit Leitplanken und Prämissen wie folgt vordefiniert: die Arbeits- und Lernumgebung soll ein maßgeschneiderter Mix aus geschlossenen Räumen und offenen Flächen sein und die vielfältigen räumlichen Möglichkeiten werden geteilt. Die Mitgestaltung der Mitarbeitenden in diesem Entwicklungsprozess wird ein wesentlicher Beitrag zur Weiterentwicklung der jeweiligen Studiengänge und der Verwaltung sein.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.