{"id":270,"date":"2022-05-01T12:47:27","date_gmt":"2022-05-01T10:47:27","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fh-kaernten.at\/lernstation-guk\/?p=270"},"modified":"2022-05-01T16:11:59","modified_gmt":"2022-05-01T14:11:59","slug":"lernstation-2-0-professionelle-nachwuchs-pflege-der-anderen-art","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fh-kaernten.at\/lernstation-guk\/2022\/05\/01\/lernstation-2-0-professionelle-nachwuchs-pflege-der-anderen-art\/","title":{"rendered":"Lernstation 2.0 \u2013 Professionelle \u201eNachwuchs\u201c- Pflege der anderen Art"},"content":{"rendered":"\n<p>Frischer Wind weht derzeit am Elisabethinen-Krankenhaus, denn hier absolvieren bis 30. April 15 Studierende des Bachelor-Studiengangs Gesundheits- und Krankenpflege der Fachhochschule K\u00e4rnten ein besonders Praktikum im Pflegeberuf \u2013 die sogenannte tempor\u00e4ren Lernstation \u201eNursing Training Unit\u201c. F\u00fcnf Wochen lang \u00fcbernehmen die Studierenden des letzten Jahrgangs die Leitung der Akutgeriatrie und schl\u00fcpfen in die Rolle der diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegefachkr\u00e4fte.<br><\/p>\n\n\n\n<p><strong>F\u00fcnf Wochen Rollentausch<\/strong><br>Es sind f\u00fcnf Wochen voller spannender Eindr\u00fccke und neuer Erfahrungen, die 15 Studierende des Bachelor-Studiengangs Gesundheits- und Krankenpflege der Fachhochschule K\u00e4rnten im Rahmen der \u201eNursing Training Unit\u201c \u2013 einer tempor\u00e4ren Lernstation derzeit im Elisabethinen-Krankenhaus in Klagenfurt erleben. Bereits zum zweiten Mal erm\u00f6glicht das Ordenskrankenhaus in Kooperation mit der Fachhochschule das spezielle Pflegepraktium, das im Vorjahr erstmals in K\u00e4rnten angeboten wurde.<br>Nach einer Trainingswoche und drei Wochen auf der Station haben die Studierenden den Pflegeprozess auf der Akutgeriatrie bestens im Griff und mischen sich unter die rund 200 Pflegekr\u00e4fte, die am Elisabethinen-Krankenhaus t\u00e4tig sind.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Novum in der Pflegeausbildung<\/strong><br>Die Idee: Auf der Lernstation des Krankenhauses k\u00f6nnen die PflegestudentInnen praktisch umsetzen, was sie zuvor in der Theorie gelernt haben. Damit das gelingt, stimmen sich die PraxisanleiterInnen auf Station eng mit den Pflegep\u00e4dagogInnen in der Ausbildungsst\u00e4tte ab. \u201eDie Studierenden des 6. Semesters haben jetzt noch einige Monate bis zu ihrer Abschlusspr\u00fcfung\u201c, berichtet Projektleiterin Kathrin Radl, BA, MEd, vom Studienbereich Gesundheit &amp; Soziales, Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege an der Fachhochschule K\u00e4rnten. Sp\u00e4testens dann m\u00fcssen die zuk\u00fcnftig ausgebildeten BachelorabsolventInnen auch eigenverantwortlich arbeiten. Das sollen sie im Projekt lernen. \u201eBislang hatten unsere Studierenden sehr selten die M\u00f6glichkeit, in ihren Praktika eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Interdisziplinarit\u00e4t auf der Akutgeriatrie erleben<\/strong><br>Bestens geeignet f\u00fcr das neuartige Praktikumsmodell ist das Department f\u00fcr Akutgeriatrie am Elisabethinen-Krankenhaus: \u201eHier werden geriatrische PatientInnen mit einem h\u00f6heren Lebensalter (in der Regel u\u0308ber 65 Jahre) und unterschiedlichen Grunderkrankungen von<br>Herzinsuffizienz, Bluthochdruck, Diabetes, Demenz und Herzkrankheiten bis hin zu<br>Problematiken an der Wirbels\u00e4ule und Traumafolgen (z.B. nach Schenkelhalsbru\u0308chen oder<br>Gelenksersatz) von einem multiprofessionellen und interdisziplin\u00e4ren Team versorgt und<br>behandelt\u201c, z\u00e4hlt Departmentleiter und Altersmediziner OA Dr. Walter Mu\u0308ller, MSc. auf.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lernzuwachs \u2013 Auszubildende profitieren<\/strong><br>Auf diese Weise lernen die Auszubildenden im Elisabethinen-Krankenhaus nicht nur, wie sie einzelne Pflegehandlungen korrekt durchfu\u0308hren, sondern erhalten auch ein ganzheitliches Verst\u00e4ndnis von Pflege. \u201eGerade in Zeiten immer komplexerer Anforderungen ist das sehr wichtig\u201c, ist die Pflegedirektorin des Elisabethinen-Krankenhauses, DGKP Silvia Lueger, MSc u\u0308berzeugt. Sie m\u00f6chte weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber am Markt bleiben und fordert und f\u00f6rdert mit der \u201eNursing Training Unit\u201c die zuku\u0308nftigen KollegInnen von morgen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vielzahl an Aufgaben<\/strong><br>Die ProjektteilnehmerInnen arbeiten eigenst\u00e4ndig und absolvieren in Summe 120 Praxisstunden. Die Tagesbesetzung umfasst eine Teamleitung, einen Recherchedienst und vier Studierende, die die Bereichspflege innehaben und im interdisziplin\u00e4ren Team von \u00c4rztInnen, TherapeutInnen, PsychologInnen und den KollegInnen der Sozialen Arbeit, welche gemeinsam fu\u0308r das Wohl der PatientInnen sorgen.<br>Unter den Argusaugen speziell ausgebildeter PraxisanleiterInnen und Pflegep\u00e4dagogInnen, betreuen sie dabei jeweils vier bis sechs PatientInnen der Station rund um die Uhr. Die PraxisanleiterInnen u\u0308bernehmen die Aufsichtsrolle und fungieren als Schnittstelle zwischen der FH und der klinischen Praxis. Sie halten sich aber bewusst im Hintergrund. \u201eDurch diese fixen AnsprechpartnerInnen k\u00f6nnen die Lernerfolge, aber auch der Lernbedarf der Studierenden besser erkannt werden, denn die individuelle F\u00f6rderung steht hier im Mittelpunkt\u201c, resu\u0308miert die Ausbildungsverantwortliche der Pflegedirektion Simone Woschitz, PAL und berichtet von den Erfahrungen aus dem Vorjahr.<br>\u201eDie Studierenden selbst widmen sich den Aufgaben h\u00f6chst motiviert, sind engagiert, flexibel<br>und belastbar\u201c, so PD Silvia Lueger stolz. Der gewohnt qualitative Pflegestandard im Elisabethinen-Krankenhaus ist bei der Lernstation umfassend sichergestellt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Praxisluft schnuppern<\/strong><br>Fragt man die Studierenden auf der Lernstation nach ihren ersten Erfahrungen, h\u00f6rt man durchwegs Positives. \u201eDie ersten Tage sind noch etwas ungewohnt, aber nach und nach kommt man mit den Aufgaben und T\u00e4tigkeiten sehr gut zurecht\u201c, erz\u00e4hlt Studentin Julia (22) aus P\u00f6rtschach, die auch die gute Zusammenarbeit im Team nicht unterw\u00e4hnt lassen m\u00f6chte. \u201eEs ist eine spannende Erfahrung fu\u0308r uns und als besondere Vorbereitung fu\u0308r unseren baldigen Arbeitsalltag als Pflegekr\u00e4fte zu betrachten\u201c, sagt Kollegin Judith (21) aus Klagenfurt, die darauf hofft nach dem Studienabschluss im Herbst eine Stelle in ihrem Traumberuf zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>PatientInnen genie\u00dfen die Aufmerksamkeit<\/strong><br>Nicht nur bei den Studierenden und Verantwortlichen, sondern auch bei den PatientInnen kommt die tempor\u00e4re Lernstation gut an. Die PatientInnen sind begeistert und genie\u00dfen die Aufmerksamkeit und Versorgung durch die Pflegestudierenden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wissenschaftliche Begleitung<\/strong><br>Um den Erfolg des Praktikums zu evaluieren werden regelm\u00e4\u00dfig Reflexionsgespr\u00e4che stattfinden &#8211; und die Fachhochschule ku\u0308mmert sich um die notwendige wissenschaftliche Begleitung der StudentInnen. Zus\u00e4tzlich werden die zuku\u0308nftigen BachelorabsolventInnen in den insgesamt fu\u0308nf Wochen auf der vorru\u0308bergehenden Lernstation aufgefordert ihre Praxiserfahrungen zu reflektieren und evaluieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erfu\u0308llung der UN Sustainable Development Goals (SDG)<\/strong><br>Mit den Bemu\u0308hungen rund um die &#8222;Nursing Training Unit&#8220; tr\u00e4gt das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt auch zu 5 der insgesamt 17 \u201eSustainable Development Goals der Vereinten Nationen bis 2030\u201c (SDGs) bei. Diese definieren das Erreichen von globalen und nachhaltigen Zielen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link\" href=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Artikel downloaden<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einblick in das Stationsleben<\/p>\n","protected":false},"author":48,"featured_media":272,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"post-templates\/post_nosidebar.php","format":"standard","meta":{"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-270","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.fh-kaernten.at\/lernstation-guk\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/270","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.fh-kaernten.at\/lernstation-guk\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.fh-kaernten.at\/lernstation-guk\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.fh-kaernten.at\/lernstation-guk\/wp-json\/wp\/v2\/users\/48"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.fh-kaernten.at\/lernstation-guk\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=270"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.fh-kaernten.at\/lernstation-guk\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/270\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.fh-kaernten.at\/lernstation-guk\/wp-json\/wp\/v2\/media\/272"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.fh-kaernten.at\/lernstation-guk\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=270"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.fh-kaernten.at\/lernstation-guk\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=270"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.fh-kaernten.at\/lernstation-guk\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=270"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}