Mobilität für Menschen mit Demenz fördern

Ein Vertreter der ÖBB teilte bei der Tagung der österreichischen Demenzstrategie mit, dass das Reisebüro der ÖBB Menschen mit Einschränkungen bei der Organisation sowie der Reise selbst (z. B. beim Umsteigen zwischen Zügen oder beim Finden eines Bahnsteiges) hilft. Der Unterstützungsbedarf muss dafür im Reisebüro (vor Ort oder telefonisch) bekannt gegeben werden.

An den normalen Fahrkartenautomaten gibt es rechts unten Telefonnummern, mit denen man bei der Servicestelle anrufen kann – dort kann per Fernwartung ein Ticket ausgestellt und an den Automaten geschickt werden, es muss dann nur noch am Automaten bezahlt werden.

 

Menschen mit Demenz zu Wort kommen lassen

Gerade auch auf wissenschaftlicher Ebene wird versucht Menschen mit Demenz zu Wort kommen zu lassen, ihre Bedürfnisse, Barrieren etc. zu erfahren und an Entwicklungsprozessen teilhaben zu lassen. Auf der Tagung der österreichischen Demenzstrategie haben sich Personen mit der Diagnose „Demenz“ auf das Podium gestellt und interessante Einblicke in ihr Leben gegeben. Hier ein paar kurze Auszüge:

Was sagen Menschen mit Vergesslichkeit? Zitate von der Tagung der öst. Demenzstrategie:

„Wir müssen nicht auf alles verzichten, wir brauchen nur passende Lösungen.“ Angela Pototschnigg, die u.a. als Lösung fand, dass sie auf ihre Enkelkinder gut aufpassen kann, wenn ihre Freundin
zur Unterstützung dabei ist.

 

„Ich kann noch viel, aber mit Unterstützung kann ich noch mehr.“
Hr. Andreas, der gerne spontan mit Gleichgesinnten etwas unternehmen will und gerne Ärzte hätte, die sich auch  „auf Krankenschein“ sorgfältig um ihn kümmern.

 

„Am liebsten würde ich jetzt mit euch allen malen.“ Hr. Süß, der für sich im Malen und im Wandern wichtige und wertvolle Aktivitäten gefunden hat.

 

 

1. Kremser Demenz Konferenz “Demenz rechtzeitig erkennen“

Demenz kann Betroffene und Angehörige schwer belasten – doch eine zeitgerechte Diagnose kann helfen, Menschen mit Demenz die benötigte Unterstützung und Behandlung zu geben.

Bewusstseinsbildung und verstärkte Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Ländern sind nötig, um optimale Bedingungen für eine zeitgerechte Diagnose zu schaffen. Welchen Beitrag dabei WissenschafterInnen, Mitglieder verschiedener Gesundheitsberufe, Interessensverbände und Selbsthilfegruppen sowie Betroffene und Angehörige leisten können, diskutieren wir auf der:

1. Kremser Demenz Konferenz “Demenz rechtzeitig erkennen“
05. – 07. November 2019
Donau-Universität Krems
Konferenzsprache Englisch. Simultane Übersetzung.

Internationale TeilnehmerInnen unterschiedlicher Professionen und Disziplinen bieten Einblicke in Aktivitäten west-und osteuropäischer Länder, um Grundlagen für länderübergreifende Kooperationen zu schaffen. Ziel ist es, Lösungsansätze, Best Practice Modelle sowie Ergebnisse und Ideen aus Forschung und Praxis vorzustellen und zu diskutieren.

Seien Sie dabei: als Vortragende/r, FragenstellerIn, mit einem Info-Stand oder einfach „nur“ als ZuhörerIn.

Themen (Beispiele):

Was bedeutet zeitgerechte Erkennung von Demenz?
Prä- und postdiagnostische Beratung
Demenz & Ernährung- neueste Erkenntnisse
Konzepte für die Langzeitpflege
Bewusstseinsbildung in den verschiedenen west-und osteuropäischen Ländern
Psychologische Folgen von Pflege
Zusammenarbeit zwischen Alzheimergesellschaften und Wissenschaft

Eingeladene Vortragende (Key Note Vortragende)
Barry Reisberg (NYU Medical Centre)
Bruno Dubois (Salpetiere, Paris)
Iva Holmerova (Charles University, Prag; Alzheimer Europe)
Tobias Hartmann (Universität des Saarlandes)

Workshops (wird laufend ergänzt)

Primar Dr. Christian Bancher (Horn): Differentialdiagnose der Demenz im klinischen Alltag (Workshop für PraktikerInnen auf Deutsch)

Primar Karl Matz (Donau-Universität Krems): Multidomain risk factors for vascular dementia

Marc Wortmann (Marc Wortmann Consultancy): Bewusstseinsbildung im internationalen Kontext

Weitere Informationen:
https://www.donau-uni.ac.at/dementia-conference

Registrierung:
https://en.xing-events.com/BYHICAO.html