{"id":309,"date":"2015-11-25T18:39:52","date_gmt":"2015-11-25T16:39:52","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.fh-kaernten.at\/klemenjak\/?p=309"},"modified":"2018-07-23T13:48:06","modified_gmt":"2018-07-23T11:48:06","slug":"damit-der-soziale-grundwasserspiegel-wieder-steigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fh-kaernten.at\/klemenjak\/2015\/11\/25\/damit-der-soziale-grundwasserspiegel-wieder-steigt\/","title":{"rendered":"&#8230; damit der soziale Grundwasserspiegel wieder steigt!"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/blog.fh-kaernten.at\/klemenjak\/files\/2015\/11\/Nachbericht-auf-FH-Website_Stand-11.-November-2015_Foto.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-310 alignleft\" src=\"http:\/\/blog.fh-kaernten.at\/klemenjak\/files\/2015\/11\/Nachbericht-auf-FH-Website_Stand-11.-November-2015_Foto-300x200.jpg\" alt=\"Nachbericht auf FH-Website_Stand 11. 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Die Herausgabe dieses Buches erfolgte unter anderem mit freundlicher Unterst\u00fctzung durch die Kammer f\u00fcr Arbeiter und Angestellte f\u00fcr K\u00e4rnten.<\/p>\n<p>Zum Buch diskutierten Landeshauptmann Peter Kaiser und der Politikwissenschaftler Emmerich T\u00e1los. \u201eIch erwarte mir von sozialpolitischen Menschen vor allem Kritikf\u00e4higkeit beginnend mit Selbstkritik, aber auch Kritik an der Gesellschaft und Politik\u201c, so Kaiser. \u201eWer Kindern Pal\u00e4ste baut, rei\u00dft Kerkermauern nieder\u201c. Dieses Zitat des Wiener Arztes und Sozialstadtrats Julius Tandler erkl\u00e4rt f\u00fcr Kaiser viel an gesellschaftspolitischen Zusammenh\u00e4ngen: \u201eErstens die immense Bedeutung der Elementarp\u00e4dagogik, zweitens Raum, Zeit sowie Zuwendung und drittens werde, wenn das positiv erledigt ist, das Herausbrechen aus der Gesellschaft minimiert.\u201c Investition in die Bildung sei eine der wichtigsten Phasen aktiver Sozialpolitik. \u201eGef\u00fchllose Politik wird nie richtige rationale Entscheidungen treffen k\u00f6nnen\u201c, meinte der Landeshauptmann zum Stichwort \u201esoziale Empathie\u201c. Soziale Gerechtigkeit sei f\u00fcr ihn das permanente Bem\u00fchen Chancengerechtigkeit im umfassenden Sinn herzustellen. \u201eIch orte eine negative Entwicklung, denn immer mehr Menschen nehmen sich aus dem gesellschaftspolitischen Gestalten heraus und verwirken damit Mitgestaltungs- und Entscheidungsm\u00f6glichkeiten.\u201c<\/p>\n<p>Sozialpolitik m\u00fcsse die Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Gesellschaft verbessern, sagte T\u00e1los. \u201eEine Balance der wirtschaftlichen, sozialen und \u00f6kologischen Bedingungen muss geschaffen werden.\u201c Durch Sozialabbau w\u00fcrden soziale Zusammenh\u00e4nge zerst\u00f6rt, verwies T\u00e1los auf die Griechenland-Situation. Hier m\u00fcsse gegengesteuert werden und dabei w\u00fcrden zivilgesellschaftliche Organisationen eine gro\u00dfe Rolle spielen. \u201eSozialpolitisch engagierte Menschen bed\u00fcrfen sozialer Sensibilit\u00e4t\u201c, so T\u00e1los. Es brauche mehr Mut zu Disponierung, kritische Blicke auf aktuelle Problemlagen und das Bem\u00fchen um Alternativen.<\/p>\n<p>\u201eAls \u201asozialen Grundwasserspiegel\u2018 k\u00f6nnte man all jene Grundstandards bezeichnen, die erforderlich sind, um ein gemeinschaftliches und friedfertiges Miteinander in einem demokratischen Gemeinwesen zu garantieren. So gesehen steht der Begriff \u201aGrundwasser\u2018 als Synonym f\u00fcr jene Grundwerte, die f\u00fcr ein demokratisches Gef\u00fcge unabdingbar sind: Solidarische Handlungsmuster, friedfertige Konfliktregelung, Achtung der Menschenrechte, Dialog und Respekt und ein von humanit\u00e4ren Werten gepr\u00e4gtes Menschenbild\u201c, so die Herausgeber Heinz Pichler und Martin Klemenjak.<\/p>\n<p>\u201eIm 19. Jahrhundert bezeichnete man die \u201aSoziale Frage\u2018 als den Versuch, eine Antwort auf die gravierenden Missst\u00e4nde der Massenverelendung der Arbeiterschaft, bezeichnet als \u201aPauperismus\u2018, zu geben. In diesem Kontext gilt auch f\u00fcr die Soziale Frage des 21. Jahrhunderts: Wie k\u00f6nnen die aktuellen Problemfelder, wie sie unter gegenw\u00e4rtigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auftreten, so gel\u00f6st werden, damit Armut und soziale Ausgrenzung beseitigt und Verteilungsgerechtigkeit erm\u00f6glicht werden\u201c, so Pichler und Klemenjak abschlie\u00dfend.<\/p>\n<p>Unter den Teilnehmenden gesehen: FH-Vorstandsvorsitzender und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Siegfried Spanz; FH-Vizerektor Peter Granig, Caritas-Direktor Josef Marketz, AUTARK-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Andreas Jesse, die stellvertretende Leiterin der Abteilung Soziales im Amt der K\u00e4rntner Landesregierung Christine Gaschler-Andreasch, der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der sozial\u00f6konomischen Betriebe K\u00e4rnten Reinhard Reich, der FH-Kuratoriumsvorsitzende Karl Anderwald, der AK-Bezirksstellenleiter Heimo Rin\u00f6sl, der Leiter des Studienbereichs Gesundheit und Soziales an der FH K\u00e4rnten Holger Penz und der interimistische Leiter des Studienganges Soziale Arbeit Georg Ratschiller.<\/p>\n<p>Bildnachweis: Helga Rader\/AK K\u00e4rnten<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buchpr\u00e4sentation und moderiertes Gespr\u00e4ch zur \u201eSozialen Frage im 21. 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