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Wenn Absolventen zu Lehrenden werden | Daniel Valtiner

Vorhang auf! Zusätzlich zum Hauptjob unterrichten: viele unserer Absolventinnen und Absolventen geben ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihr Know-how als nebenberuflich Lehrende an der FH Kärnten an die nächste Generation weiter. Und genau diesen wollen wir mit unserer neuen Blog-Reihe eine Bühne geben – diesmal im Interview mit Daniel Valtiner.

Hallo Daniel, was genau machst du hauptberuflich?
Hallo, ich leite als Senior Manager den Bereich Maintenance Implant bei Infineon Technolgies Austria AG in Villach.


Welches Studium hast du an der FH Kärnten oder an anderen Hochschulen abgeschlossen und wann war das?
Oh, da habe ich einige Studien aufzuzählen. 🙂

  • Studium Systems Engineering, FH Kärnten, 2012 – Abschluss Bachelor of Sience, BSc
  • Studium Information Technology, AAU 2015 – Abschluss Diplomingenieur, DI
  • Studium General Management, M/O/T Klagenfurt 2016 – Abschluss MBA
  • Studium Internationales Management, European University Belgrade 2021 – Abschluss Doktorat

In welchem Fachgebiet lehrst du an der FH?
Seit 2015 unterrichte ich „Business Software“ und „Internet & Webtechnology“ im Studienbereich Wirtschaft. 2018 ist noch die Lehrveranstaltung „Technisches Gebäudemanagement“ im Studiengang Nachhaltiges Immobilienmanagement dazugekommen und im Masterstudiengang „Digital Transformation Management“ halte ich die Lehrveranstaltung „IoT – Internet of Things“.


Warum hast du dich dazu entschlossen, nebenberuflich zu unterrichten?
Das Weitergeben von Wissen bereitet mir große Freude und motiviert mich, stets am aktuellsten Stand der Wissenschaft zu bleiben. Überdies lernt man viele unterschiedliche, interessante Persönlichkeiten kennen und lernt auch als Lehrender ständig, Dinge aus einer neuen Perspektive zu betrachten.


Was gefällt dir daran am besten?
Durch das Unterrichten ist man gefordert, stetig aktiv an der eigenen Persönlichkeitsbildung zu arbeiten. Bei der Weitergabe von Wissen merkt man erst richtig, ob man bei einem Thema wirklich so sattelfest ist, wie man glaubt und insofern hilft der Unterricht auch der eigenen Weiterentwicklung.


Wie ist es für dich, die nächste Generation mit auszubilden?
Super spannend. Die Studierenden sind interessiert und motiviert und erfahrungsgemäß auch sehr offen bei Ansätzen wie Gamification o.Ä.  Lernen soll Spaß machen und das gelingt am besten durch kooperative und integrative Ansätze.


Was möchtest du deinen Studierenden bzw. den Lesern dieses Blog mit auf den Weg geben?
Oft ist das Studieren nicht einfach. Manchmal interessieren einen Dinge nicht so sehr oder man fragt sich, wofür man das später eigentlich braucht. Wichtig ist es zu verstehen, dass das Aneignen von konkretem Wissen eigentlich nur ein (durchaus angenehmer) Nebenschauplatz ist. Das Entscheidende erkennt man jedoch erst, wenn man einen Schritt zurück macht. Wissen ist erst dann richtig wertvoll, wenn man in der Lage ist, die Herkunft der Information zu bewerten oder beim Generieren von neuen Erkenntnissen weiß, wie man die Methoden, die eingesetzt werden, bewerten kann. Dies zu überblicken bedeutet, sich seinen eigenen Kompass fürs Leben bauen zu können.


Welche Unterschiede siehst du im Vergleich zu deiner Zeit als Studierender an der FH Kärnten?
Die ist in meinem Fall gar nicht so lange her 🙂
Aber: Technologische Trends wie beispielsweise die Digitalisierung entwickeln sich mit exponentieller Geschwindigkeit – dies stellt vor allem auch Studierende vor maßgebliche Veränderungen mit wachsender Dynamik. Beispielsweise wird die Fähigkeit, aus der riesigen Menge an verfügbaren Informationen in kurzer Zeit diejenigen zu sondieren, die man gerade braucht, zu einer wesentlichen Kompetenz.


Vielen Dank für das Interview!

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