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Studieren mit Kind(ern): Diana zeigt wie es geht!

Studieren mit Kind ist ein kleines Abenteuer, ein Jonglieren von Zeiten, Selbstdisziplin, Teamwork und vieles mehr. Aber all das heißt nicht, dass es schwierig ist. Es ist eben anders. Das Studierendenleben kann manchmal hart sein. Doch was ist, wenn man studiert, arbeitet und sich gleichzeitig um sechs Kinder kümmern muss? Diana Holbura kennt diese Situation nur zu gut.

2013 entschied sich die damals 40-jährige Wahl-Feldkirchnerin für ein Studium an der FH Kärnten. Der Gesundheits- und Pflegemanagement-Bachelor (GPM) sollte es werden.

Diana kam ein Jahr vor ihrer Matura aus Rumänien nach Österreich und hatte keine Ausbildung im Gepäck. Sie arbeitete in zahlreichen Berufen und wollte sich nach der Karenzzeit neuen Herausforderungen stellen und wieder in die Arbeitswelt eintauchen.

„Der AMS-Betreuer meinte wegen meiner mangelnden Ausbildung, dass nur Hilf-Jobs wie z.B. Büglerin, Tellerwäscherin, Zimmermädchen, Putzfrau für mich infrage kämen. Ich bin dann heimgefahren und hab mir gesagt, dass ich das alles eh schon zuhause mache. Das wollte ich dann nicht beruflich auch noch machen und so informierte ich mich und meldete mich gleich für eine Studienberechtigungsprüfung an. So hat alles begonnen“, erzählt Diana heute.

Dianas Plan war es am Campus Feldkirchen GPM zu studieren und sie setzte diesen in die Tat um. Die bereits damals sechsfache Mama wusste aber auch, dass die Dreifachbelastung mit Studium, Job und Kindern nicht einfach werden würde. „Mir war von Anfang an klar, auf was ich mich einlasse“, sagt Diana und spricht von Disziplin und der Wichtigkeit des Zeitmanagements. Sie habe viele Studienkolleginnen gesehen, die in einer ähnlichen Situation berufsbegleitend und mit Kind(ern) ihr Studium in Angriff nahmen, aber schon früh aufgaben. Ihre Devise: nach Alternativen suchen!

Diana Holbura arbeitet seit 2013 an der Fachhochschule Kärnten.

„Die erste Phase ist sicher die schwierigste. Man merkt sofort, dass die ganze Sache mit vielen persönlichen Opfern verbunden ist. Aber da muss man drüber, das geht vorbei“, so Diana, die sich vor Beginn ihres Studiums einen regelrechten Schlachtplan zurechtlegte. Dieser beinhaltete sämtliche Punkte, die jeden Tag zu absolvieren waren. Vom Frühstück herrichten, bis am Abend die Kinder zu Bett bringen, waren es an die 20 Punkte, die Diana jeden Tag abhaken konnte.

„Ich habe mir Infos eingeholt, wer mich wann und wie unterstützen kann. Gleichzeitig habe ich meine Arbeit zeitlich so zurückgeschraubt, dass sich alles ausgeht.“ Diana begann neben ihrem Studium an der FH geringfügig als studentische Mitarbeiterin zu arbeiten. Mittlerweile, nach dem Bachelor und bereits am Ende ihres GM-Masters, arbeitet sie als Projektassistentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Campus in Feldkirchen.

„Man muss aufeinander schauen, sonst wäre das alles gar nicht möglich.“ Diana über den Zusammenhalt unter den Müttern.

Das alles unter einen Hut zu bringen, ist machbar. „Wenn ich sehe, wie das auch andere Mamas schaffen und nebenbei sogar noch ein Haus bauen, bin ich unglaublich beeindruckt. Wir haben im Studium geschaut, dass wir Mütter uns zusammentun und die Arbeitsaufträge so aufteilen, dass es für alle passt. Wenn die Kollegin direkt aus der Nachtschicht kam, übernahmen wir ihren Part und umgekehrt. Man muss aufeinander schauen, sonst wäre das alles gar nicht möglich.“

Die Möglichkeit zu sagen: „Kein Bock“, gibt es für Diana nicht. Diese Einstellung ist wichtig und hilft bei anstrengenden Phasen, aber auch um Prüfungen zu meistern.

Neben positiv absolvierten Prüfungen geben ihre Kinder ihr Kraft, das Projekt „berufsbegleitendes Studium“ durchzuziehen. „Ich bin für meine Kinder ein Vorbild und das macht mich stolz. Sie bekommen mit, was die Mama leistet und unterstützen mich mittlerweile auch immer mehr.“

Bei unvorhergesehen Problemen mit den Kindern wendete sie sich meistens nicht an Professoren oder die Administration, sondern versuchte, selbst mit diesen klar zu kommen. „Bei Notfällen muss man ein Fehlen in Kauf nehmen. Da brachte ich dann Ersatzleistungen, aber gerade in einem so praxisorientierten Studium ist die Abwesenheit ganz schlimm, weil du viel versäumst“, meint Diana.

Doch nun ist es bald geschafft. Im Juni 2019 wird Diana mit ihrem Masterstudium GM fertigwerden, der durch ein Double-MA-Degree-Programm mit zwei Master-Titel ausgestattet ist. „Ich habe immer in kleinen Schritten gedacht und freue mich schon, wenn ich alles gemeistert habe.“

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