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FH-Prof. Madritsch: „Face-to-Face ist immer besser!“

FH-Prof. Madritsch: „Face-to-Face ist immer besser!“

FH-Prof. Dipl-Ing. (FH) Christian Madritsch hat bereits Mitte März seine Lehrveranstaltungen innerhalb eines Tages auf E-learning und Videokonferenz umgestellt 👩‍💻👨‍💻👍.
Damit sorgte er als Lehrgangsleiter im Studienbereich Engineering & IT nicht nur für eine gewohnte Weiterführung der Hochschullehre, sondern gab seinen Studierenden auch ein Stück Normalität im Studienalltag weiter.

Wir haben Prof. Madritsch zur Umstellung und Herausforderungen aufs E-Learning, Feedback der Studierenden und Tipps für KollegInnen befragt.

FresH Blog: Herr Madritsch, wie unterscheidet sich E-Learning mit der „normalen“ Lehre? Wie gelang die Umstellung bei Ihnen persönlich?

Christian Madritsch: Ich habe Glück, da ich im Sommersemester zwei Lehrveranstaltungen betreue, die sich besonders gut fürs E-Learning eignen. Die Vorträge vor meinen 20-30 Zuhörer*innen und Zuseher*innen halte ich via Videokonferenz ab. Bei der zweiten LV kann ich sogar Übungen online machen. Dank der Bildschirmfreigabe-Funktion können wir so arbeiten, als wären wir direkt am Campus.

FresH: Was für Tools verwenden Sie?

Madritsch: MS TEAMS, Moodle und Zoom.

FresH: Gab es Komplikationen bei der Umstellung oder Überraschungen?

Madritsch: Eigentlich nicht. Ich bin immer wieder überrascht über die Anwesenheitsrate meiner Studierenden, die beträgt fast immer 100 %. Wir haben uns sehr schnell daran gewöhnt. Es ist genauso interaktiv wie an der Hochschule. Es werden sowohl im Chat als auch im Stream Fragen gestellt. Trotzdem glaube ich, dass die Situation im Hörsaal eine andere wäre. Face-to-Face ist immer noch besser. Aber das ist zumindest die zweitbeste Variante.

FresH: Gab es Feedback der Studierenden?

Madritsch: Durchwegs positiv. Der Großteil der Studierenden ist froh, dass wir die Lehrveranstaltungen in einer geordneten Form weiterführen können und es zu keinen großen Verzögerungen kommt. Es sind alle zufrieden mit den technischen Gegebenheiten.

FresH: Haben Sie vor der Umstellung schon Erfahrungen mit dem Thema E-Learning gehabt?

Madritsch: Moodle verwende ich schon seit Jahren. Eine gesamte Vorlesung in Video-Konferenz-Form zu übertragen, war bis heute nicht erforderlich. Bei Forschungsprojekten habe ich schon mehrfach Video-Konferenzen geführt, konnte dabei Erfahrungen sammeln, aber in der Lehre war diese Fähigkeit nicht erforderlich. Wenn man schon aus dem Bereich Eng&IT kommt und noch dazu in diesem Feld lehrt, sollte man sich schon ein wenig mit der Materie auskennen.

FresH: Sind die Maßnahmen mit einem größerem Arbeitsaufwand verbunden?

Madritsch: Nein. Ich muss ein paar Kleinigkeiten umstrukturieren. Was ich auf Zettel und Papier vorbereitet hatte, sind nun eben als Moodle-Quizes vorbereitet.

FresH: Haben Sie Tipps für Lehrende, die vielleicht noch keine E-Learning-Profis sind?

Madritsch: Das wichtigste ist, es einfach auszuprobieren. Ohne das man sich 3 Wochen vorbereitet und 100 Webinare besucht.  Einfach hinsetzen, Tool starten, Leute einladen und Probieren! Man kommt dann sehr schnell, dass weniger dahinter ist, als man glaubt.

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