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FH Gründergaragen – ein Blick hinter die Kulissen

Ideen, Pläne, Konzepte, viele von diesen Begriffen treffen auf die Beschreibung eines Gründungszentrums zu. Auch im Fall der FH Kärnten und der dazugehörigen Gründergaragen. Junge, innovative und kreative Menschen finden hier Platz, um ihre Ideen umsetzen zu können. In diesem Blogbeitrag wollen wir das Gründerzentrum der FH näher unter die Lupe nehmen.

Seit 2016 besteht die Möglichkeit für FH-Studierende, aber auch AbsolventInnen, die Garage zu nützen. Die Idee, solche Einrichtungen zur Verfügung zu stellen, geisterte aber schon länger in den Köpfen der Verantwortlichen der Hochschule herum. FH-Studiengangsleiter für Wirtschaftsingenieurwesen Erich Hartlieb konzipierte den Gründercampus für technologieorientierte Start-ups an der FH Kärnten.

„Ein vitaler Gründercampus in Kärnten braucht eine gute Vernetzung in der Community, professionelles Coaching und eine moderne Laborinfrastruktur“, so Hartlieb über die professionelle Einbettung in die Laborlandschaft auf dem Campus Villach.

Was steht den kreativen Köpfen zur Verfügung?

„Die Gründergarage ist die Experimentier- und Umsetzungswerkstatt für Technologie- und Innovationsfreaks“, so Petra Hössl von der FH Kärnten. Sie betreut die Projekte der Gründer betriebswirtschaftlich.

Die unmittelbare Anbindung der Gründergaragen an die bereits vorhandenen Einrichtungen wie die Innovationswerkstatt und die Smart-Labs der FH Kärnten komplettieren den Gründercampus Villach und schaffen damit die notwendige Infrastruktur, hochschulisches Know-how, Forschung und Entwicklung sowie Unternehmen gezielt zu vereinen. Ausgestattet mit CNC-Maschinen, 3D-Drucker und einem Labor für Robotik gibt es die Möglichkeit, Dinge einfach auszuprobieren oder Prototypen zu entwickeln. Die Mieter der Garagen wechseln in der Regel nach einem Jahr.

Drei aktuelle Gründer am Werk

Von Bambus-Skistöcken mit recyceltem Plastik, zwei Kärntnern die den Sichtbetonoptik-Markt aufmischen und einer Nanobeschichtung, die nichts anbrennen lässt.

Alle drei Gründergaragen sind mit Stand Feber 2019 besetzt:

1

 

Sören Lex – „fimboo“ Bambus Ski- und Wanderstöcke

2

 

Christoph Kühbacher & Andreas Wolfthaler – Sichtbeton

3

 

Alwin Quartel – AQ Smart Solutions (biologische Nanobeschichtung)

 

Sören Lex zeigt wie es geht

Vor drei Jahren kam Sören Lex eine zündende Idee: wieso produzieren wir nicht Skistöcke aus Bambus? Was zunächst nach Fakenews oder einem schlechten Faschingsscherz klingt, schaffte es von der Idee zur Umsetzung. In einer Gründergarage des Gründerzentrums der FH Kärnten wurden die ersten Prototypen produziert. Weiters nützte Lex die Garage zur Durchführung von Tests für die TÜV- und CE-Prüfzeichen Zertifizierung. Die räumliche Nähe zu den Smart Labs und den Mess- und Testlabors waren ebenfalls immens von Vorteil.

„Die Gründergarage ist eine super Idee und sollte meiner Meinung nach noch viel mehr mit Projekten und Kooperationen ausgebaut werden“, meint Lex, der sich vorstellen könnte persönlich als unterstützender Gründer Studierenden zur Seite zu stehen.

Zwei Kärntner hauchen Beton Leben ein

Zwei weitere Gründer, die in der „Garage“ tätig sind, heißen Christoph Kühbacher und Andreas Wolfthaler. Sie zählen zu den jüngsten Baumeistern Österreichs.

Die beiden Jungunternehmer haben sich im Bachelorstudium Bauingenieurwesen an der FH Kärnten kennengelernt und zeigen, dass Beton viel mehr als nur ein Baustoff ist. „Der Zugang zum Labor ist für uns sehr wichtig. Und wir erhalten zusätzlich die Expertise von wissenschaftlichen Mitarbeitern“, sagt Andreas Wolfthaler.

2018 haben die beiden das Unternehmen K&W solutions KG gegründet welches österreichweit exklusive Oberflächenbeschichtungen verarbeitet und vertreibt.

Ein Holländer lässt nichts drauf ankommen

Am dritten aktuellen Projekt tüftelt der gebürtige Niederländer Alwin Quartel. Seine biologischen Nanobeschichtungen sollen verschiedensten Materialien eine längere Haltbarkeit ermöglichen. Dazu werden sie durch die Beschichtung wasserabweisend, dreckabweisend, rost- und wartungsfrei.

Er nutzt das Umfeld des Gründercampus zur Durchführung von Produkttests, Aufbau eines Vertriebsnetzwerkes bis hin zur Marktreife.

Vergangenes Projekt:

Thomas Saier (Bild), FH-Projektmitarbeiter und Industriedesigner, schuf mithilfe des Gründerzentrums einen patentierten Wirbelsäulenprotektor.
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