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Retro Controller ganz neu

NES – Nintendo Entertainment System ist sicher auch noch vielen ein Begriff. Es war die 8-Bit Spielekonsole der Firma Nintendo, die Mitte der 80iger Jahre auch in Europa verkauft wurde und die Jugend der Zeit geprägt hatte. Mittlerweile ist sie doch ein Museumsstück, das bereits den Titel „Retro“ verdient. Vielleicht auch aus diesem Grund, beginnt sie in der Retrogamergemeinde wieder aufzuleben. So soll beispielsweise noch dieses Jahr ein Remake der NES in miniaturisierter Form mit moderner Technik und vorinstallierten Spielen auf den Markt kommen.

dsc_2760Auch über Emulatoren für alle möglichen Plattformen kann man die alten NES Spieletitel wieder zum Leben erwecken. Um diese Spiele auch „artgerecht“ bedienen zu können, (natürlich geht es auch mit der PC Tastatur oder über den Touch-Screen am Handy) hat das Unternehmen 8Bitdo Tech den NES30 GamePad Controller auf den Markt gebracht. Es handelt sich dabei um einen Wireless Bluetooth Controller der exakt dem originalen NES Controller nachempfunden wurde. Er ist mit einem Integrierten Akku ausgestattet, der über eine MicroUSB Kabelverbindung geladen werden kann. Der Controller ist so konstruiert, dass er sowohl als PC-Gamecontroller, als Joystick, als Bluetooth-Keyboard und als USB Joystick konfiguriert werden kann. Das lässt sich über fünf unterschiedliche Modes realisieren. Diese Modes können durch Tastenkombinationen während des Einschaltens ausgewählt werden. Die Tabelle unten zeigt die unterschiedlichen Modi:

Mode1 Mode2 Mode3 Mode4 Mode5
Joystick BT-Keyboard iCade Emu-Touch USB-Joystick
Power ON START START+B START+A START+X Kabelverbindung
Blaue LED blinken 1x 2x 3x 4x
OS WIN Android WIN/Apple Android Android Apple Android Apple WIN

dsc_2759Im Bild ist die USB-Ladebuchse zu sehen, rechts davon sind zwei Status-LEDs .

dsc_2816

auf der Rückseite der Platine ist der Akku untergebracht

dsc_2817

die Platine des Controllers; der die Firmware des Mikrocontrollers kann aktualisiert werden

dsc_2818

Kontaktmatten stellen die Tasten dar. Unter den beiden Schultertasten liegen echte Mikrotaster …

dscn0763

Hier wird der Emulator „NES Emu“ auf einem Android-Handy mit dem NES30 bedient 😉

 

Guter Ton mit Raspberry PI

Nach schon einigen Projekten und Versuchen mit dem Raspberry PI, bin ich immer wieder einmal auf die Problematik mit der schlechten, verrauschten Tonqualität des Raspi-Audioausgangs gestoßen. Der analoge Ton besteht ja nur aus einem einfachen PWM (PulseWidthModulation) Signal, das über ein paar Filtercaps direkt an die Klinkenbuchse des Raspberry geschaltet ist. Für viele Anwendungen reicht das sicherlich, wenn man nur eben einmal ein paar Töne ausgeben will. Soll´s aber Musik sein, oder wie in meinem Fall ein vernünftiger Ton bei der Retro-Gamestation, die mit „retropie und der EmulationStation“ läuft, so reicht die Qualität einfach nicht aus.

DSC_2748Hier sollte man dem Raspberry PI einen richtigen Soundchip, also Soundkarte verpassen. Im Internet wird man schnell fündig und so habe ich mir bei einem Onlineshop  um gerade einmal 2,90 Euro eine USB – Soundkarte bestellt. Die Karte, oder besser, der USB Dongle besitzt zwei 3,5mm Klinkenbuchsen. (einen Audio-Ausgang und einen Mikrofon-Eingang)

 

Die Installation ist schnell durchgeführt. Will man ein bestehendes System umrüsten, so ist einfach der Klinkenstecker der Lautsprecherzuleitung vom Raspberry abzuziehen und in den Audioausgang des Raspberry einzustöpseln. Der USB Stecker kommt in einen freien Port des Raspberry.

DSC_2751

Der Hardwareteil ist somit erledigt und es kann mit dem Anpassen der Software begonnen werden. Nach dem Booten der Retropi-Maschine und dem Einloggen in die Konsole kann man überprüfen, welche Geräte am USB-Bus erkannt wurden. Nach der Eingabe von:

pi@retropie:~ $ lsusb

werden alle am USB-Bus angeschlossenen Geräte gelistet:

Bus 001 Device 007: ID 1516:1603 CompUSA Flash Drive
Bus 001 Device 006: ID 03f0:034a Hewlett-Packard
Bus 001 Device 005: ID 16c0:05e1 Van Ooijen Technische Informatica Free shared USB VID/PID pair for CDC devices
Bus 001 Device 004: ID 0d8c:013c C-Media Electronics, Inc. CM108 Audio Controller
Bus 001 Device 003: ID 0424:ec00 Standard Microsystems Corp. SMSC9512/9514 Fast Ethernet Adapter
Bus 001 Device 002: ID 0424:9514 Standard Microsystems Corp.
Bus 001 Device 001: ID 1d6b:0002 Linux Foundation 2.0 root hub

In diesem Fall ist der C-Media Electronics, Inc. CM108 Audio Controller unsere USB – Soundkarte. Als nächsten Schritt überprüft man die Reihenfolge (Priorität) der geladenen Soundmodule.

pi@retropie:~ $ cat /proc/asound/modules

Als Ergebnis kommt:

0 snd_bcm2835
1 snd_usb_audio

Das bedeutet die Soundausgabe des BCM2835 ist als erstes gelistet. Wir wollen jedoch alle Tonausgaben über den USB-Ausgang hören. Dazu muß die Datei „alsa-base.conf“ wie folgt angelegt werden. (auf einigen Systemen ist sie bereits vorhanden – hier sind dann nur die Prioritäten anzupassen)

pi@retropie:~ $ sudo nano /etc/modprobe.d/alsa-base.conf

Falls jetzt ein leeres Script öffnet, hat die .conf-Datei noch nicht existiert und man muß die folgenden Zeilen eingeben:

options snd_usb_audio index=0
options snd_bcm2835 index=1
options snd slots=snd-usb-audio,snd-bcm2835

Mit „control+O“ wird gespeichert und mit „control+X“ kann der Editor beendet werden. Jetzt ist das System zu rebooten. Nach dem Neustart kann in der Konsole nochmals mit:

pi@retropie:~ $ cat /proc/asound/modules

die Reihenfolge der Module überprüft werden. Die sollte jetzt so aussehen:

0 snd_usb_audio
1 snd_bcm2835

Jetzt sollten in der Emulationstation wieder Töne zu hören sein. Diesmal aber ohne Rauschen und kristallklar 😀

 

Fernsehen mit Aufnahme über IPTV mit Raspberry und A1

Als Kunde des A1 IPTV – Angebotes bekommt man ein A1 DSL – Modem samt einer A1 TV-Box. Diese Kombination funktioniert natürlich einwandfrei. Möchte man den Funktionsumfang erweitern und beispielsweise eine MINIX NEO – Box als Streaming Client betreiben, so bietet sich hier die bekannte Software „KODI“ an, die für alle möglichen Hardwareplattformen und Betriebssysteme erhältlich ist.

TV-Variante ohne Server, ohne Aufnahme und Timeshift

Die A1 TV – Box kann man direkt gegen die MINIX Box ersetzen. Auf der Mini-Box läuft ein Android Betriebssystem. Unter kodi.tv kann man sich den Client herunterladen und auf der Mini Box installieren. Dann ist noch unter SYSTEM -> STETTINGS -> ADDONS -> PVR clients auszuwählen.kodiiptvclient

Dort findet man den PVR IPTV Simple Client der zu installieren ist. Unter Konfiguration ist der Pfad zu einer .m3u – Liste anzugeben. Die m3u Liste sollte einfacher weise in einem lokalen Ordner (z.Bsp. Downloads) abgelegt werden. kodiiptvclient1

Die .m3u – Datei beinhaltet die IP-Adressen mit den Streaming-Links und Sendernamen und sieht für die Basissender von A1 so aus:

#EXTM3U

## A1TV_Basis, Stand: Nov. 2015
## KODI

#EXTINF:-1 tvg-num="1" tvg-logo="609",ORF eins
rtp://@239.2.16.1:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="2" tvg-logo="625",ORF 2-W
rtp://@239.2.16.2:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="3" tvg-logo="671",ATV
rtp://@239.2.16.3:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="4" tvg-logo="4",PULS 4
rtp://@239.2.16.4:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="5" tvg-logo="227",Servus TV
rtp://@239.2.16.11:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="6" tvg-logo="5",SAT.1 Austria
rtp://@239.2.16.5:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="7" tvg-logo="7",ProSieben Austria
rtp://@239.2.16.7:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="9" tvg-logo="6",RTL Austria
rtp://@239.2.16.6:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="10" tvg-logo="75",A1 TV Plus-Info
rtp://@239.2.16.10:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="14" tvg-logo="672",ATV 2
rtp://@239.2.16.91:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="18" tvg-logo="574",Das Erste
rtp://@239.2.16.16:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="19" tvg-logo="642",ZDF
rtp://@239.2.16.17:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="22" tvg-logo="611",ORF III
rtp://@239.2.16.29:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="23" tvg-logo="578",3sat
rtp://@239.2.16.21:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="27" tvg-logo="612",ORF SPORT +
rtp://@239.2.16.78:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="34" tvg-logo="709",gotv
rtp://@239.2.16.36:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="66" tvg-logo="617",ORF 2-B
rtp://@239.2.16.65:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="67" tvg-logo="618",ORF 2-K
rtp://@239.2.16.66:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="68" tvg-logo="619",ORF 2-NÖ
rtp://@239.2.16.67:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="69" tvg-logo="620",ORF 2-OÖ
rtp://@239.2.16.68:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="70" tvg-logo="621",ORF 2-S
rtp://@239.2.16.69:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="71" tvg-logo="622",ORF 2-St
rtp://@239.2.16.70:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="72" tvg-logo="623",ORF 2-T
rtp://@239.2.16.71:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="73" tvg-logo="624",ORF 2-V
rtp://@239.2.16.72:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="92" tvg-logo="724",Melodie TV
rtp://@239.2.16.37:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="94" tvg-logo="738",Bibel TV
rtp://@239.2.16.81:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="95" tvg-logo="725",K-TV
rtp://@239.2.16.82:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="105" tvg-logo="726",RTS Sat
rtp://@239.2.16.63:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="120" tvg-logo="719",Okto
rtp://@239.2.16.34:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="121" tvg-logo="85",Schau TV
rtp://@239.2.16.83:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="122" tvg-logo="86",RT24
rtp://@239.2.16.84:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="123" tvg-logo="87",P3 TV
rtp://@239.2.16.85:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="124" tvg-logo="88",WNTV
rtp://@239.2.16.86:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="125" tvg-logo="89",LT1
rtp://@239.2.16.87:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="127" tvg-logo="91",KT1
rtp://@239.2.16.89:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="128" tvg-logo="92",N1
rtp://@239.2.16.90:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="129" tvg-logo="142",Kärnten TV
rtp://@239.2.16.112:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="130" tvg-logo="143",Tirol TV
rtp://@239.2.16.109:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="132" tvg-logo="141",HT1
rtp://@239.2.16.114:8208
#EXTINF:-1 tvg-num="133" tvg-logo="211",Mühlviertel TV
rtp://@239.2.16.113:8208

Jetzt muss nur mehr „Settings“ -> „TV“ der „Enabled“ Button gecheckt werden und die Wiedergabe der TV-Kanäle sollte funktionieren. Mit dieser Methode ist stellt die Android Box einen IPTV Client dar, der die Streaming Links direkt abspielt. Da kein Server im Hintergrund läuft, ist es auch nicht möglich Timeshift oder Aufnahmen von Sendungen zu realisieren.

TV – Variante mit Server, Timeshift, EPG und Aufnahme

Um diese Funktionen zu erhalten, muss in heimische Netzwerk ein IPTV Server integriert werden. In meinem Fall habe ich einen Raspberry Pi2 für diesen Zweck konfiguriert.
DSC_2660Folgende Komponenten benötigen wir dazu:

  • Raspberry Pi2 (an das heimische Netzwerk angeschlossen)
  • Micro SD Karte mit 8GB
  • eine externe Festplatte oder USB-Stick als Speicher für die Aufnahmen
  • das Softwareimage XBIAN und einen Imageextractor
  • (für den Mac gibt´s diese Version: ApplePi-Baker)

Ist alles heruntergeladen, so beginnt man mit dem Extrahieren des Images auf die Speicherkarte. Dazu startet man die Software win32diskimager.exe und wählt den Pfad zur Image-Datei. (die nennt sich in diesem Fall: XBian_Latest_rpi2.img). Dann ist die Speicherkarte einzulegen und der zugeordnete Laufwerksbuchstabe auszuwählen. Danach kann der Schreibvorgang mit „Write“ gestartet werden. ACHTUNG: Das gewählte Laufwerk wird mit dem Image ausgestattet. Hier unbedingt sichergehen, dass nicht ein falsches Laufwerk ausgewählt wird. Nach ein paar Minuten ist die SD-Karte fertig beschrieben und kann in den Raspberry PI eingesteckt werden.

Jetzt kann man den Raspberry PI an einen Monitor, Keyboard, LAN und per Micro-USB an eine 5V/2A Versorgung anschließen. Er wird jetzt booten. Es startet das Script: raspi-config, das bequem mit dem Keyboard bedient werden kann. Hier wird als erstes der tvheadend – Server installiert:

xbianconfig1Zunächst wählt man „Packages“ aus und bestätigt.

xbianconfig2dann scrollt man bis zur Kategorie „video“ und bestätigt wiederum.

xbianconfig3hier ist nun tvheadend auf „Yes“ zu setzen und wieder zu bestätigen. Jetzt beginnt der Download des Paketes und die anschließende Installation. Ist der Prozess beendet, so ist das raspi-config script zu beenden und in die bash zu gehen. Der default Login lautet: xbian und das Passwort: raspberry

Zunächst sind noch alle Updates und Upgrades durchzuführen:

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade

Als nächstes macht es noch Sinn, die IP Adresse des Raspberry PI zu kennen, die er vom DHCP Server des Routers zugewiesen bekommen hat. Die müssen wir ja wissen, wenn wir auf den TV-Server Zugriff haben wollen. Dazu gibt man einfach folgendes ein:

ifconfig

Als Antwort erhält man dann folgende Infos zum Ethernet – Anschluss. In diesem Fall eth0:

ifconfigWie man sieht, ist in diesem Beispiel die Adresse 10.0.2.15 zugewiesen worden. Mit dieser Information können wir den Raspberry Pi nun neu starten und an einem Client-Computer mit dem Setup von TVHeadend fortfahren.

sudo reboot

Nach dem Neustart sollte der Raspberry tvheadend-Server jetzt auf einem Client-PC erreichbar sein. Dazu öffnet man einen Webbrowser und gibt in der Adresszeile folgende Adresse ein: http://10.0.2.15:9981

Jetzt muss folgendes zu sehen sein:

headen1Wir suchen und klicken auf den TAB „Konfiguration“. Hier geben wir ein paar allgemeine Einstellungen ein: den Servernamen (bei mir hier einfach Tvheadend); den Ansichtsmodus stellt man auf „Experte“. Die restlichen Einstellung belässt man auf default. Unter Spracheinstellungen ist „German“ zu wählen. (oder was auch immer gewünscht wird). Die Webbenutzeroberfläche ist im default Modus auch ganz schön. Wer auch noch Senderlogos haben will, der stellt unter „Picon“ wie folgt ein:

headen2Nach all den Einstellungen nicht vergessen auf „Speichern“ zu klicken. Jetzt kommt die eigentliche Arbeit: Das Editieren der Senderliste. Hierzu erstellt man als erstes ein „Netzwerk“. Unter den Tabs: Konfiguration -> DVB-Inputs -> Netzwerke legen wir ein neues „Netzwerk“ (eigentlich TV-Netzwerk) an.

headen3Mit „Hinzufügen“ öffnet sich ein Fenster in dem man „IPTV Network“ auswählt. Bestätigt man das so öffnet sich ein weiteres Fenster. Hier nimmt man ein paar wenige Einstellungen vor. Sinnvoller Weise benennen wir das Netzwerk A1TV.

headen4

Mit „Speichern“ werden die Einstellungen abgeschlossen. Jetzt klickt man auf den TAB „Muxes“. Hier müssen alle Sender angelegt werden. Diese Arbeit muss man sich einmal antun. (Es gibt dann aber die Möglichkeit, über die Konsole die config-Dateien vom Server zu sichern – dazu später aber mehr)

headen5In dem Bild ist die fertige Mux-Tabelle zu sehen. Mit „Hinzufügen“ wird ein neuer „MUX“ (Signalquelle) hinzugefügt. Hier wählt man aus den verfügbaren Netzwerken A1TV (das, das wir vorher angelegt haben) aus.headen6Im sich jetzt öffnenden Fenster ist unter URL die Streaming – Adresse vom jeweiligen Sender einzugeben (hier z. Bsp.: rtp://239.2.16.21:8202 für 3sat). In Mux-Name ist der Sendername einzugeben.

headen7Danach auf „Speichern“ drücken und mit „Hinzufügen“ den nächsten Sender konfigurieren. Hat man die mühevolle Arbeit dann getan und alle Sender eingegeben, so müssen die Muxes einem Service/Kanal zugeordnet werden. Das ist die eigentliche Senderliste, die der Server dann den Clients zur Verfügung stellt. (Ein MUX muss jetzt nicht unbedingt eine IP-Streaming Adresse sein, sondern kann auch aus einem Sat-, oder DVB-T Empfänger kommen. Da hier in einer Signalfrequenz mehrere TV oder Radioprogramme per Multiplexverfahren (eben MUX) übertragen werden. Darum ist die Bezeichnung MUX für IP-Adressen hier vielleicht etwas verwirrend). Das Zuordnen der Services geschieht im TAB „Services„. Hier einfach auf „Services zuordnen“ -> „alle Services zuordnen“ klicken und warten bis der Prozess abgeschlossen ist. Nun kann ein erster Test erfolgen.

headen8Links neben den Kanalnamen ist ein kleiner „Play-Button“ zu sehen. Ist das VLC-Player-Plugin im Browser installiert, so wird beim Anklicken des Buttons ein Wiedergabefenster geöffnet, das den aktuellen Stream anzeigt.

 

EPG und Senderlogos

Weiter geht´s beim Konfigurieren nun mit dem elektronischen Programm Guide (EPG). Hier muss ein wenig getrickst werden. Aus diversen Foren und Anleitungen im Web habe ich eine für mich funktionierende Konfiguration zusammengestellt. Wir beginnen im Tvheadend-Server unter Konfiguration -> Kanal/EPG -> EPG-Grabber Module mit den Einstellungen.

epg1Hier ist der interne Grabber „XMLTV: Sweden (TVZon)“ zu aktivieren. Danach wieder auf Speichern drücken.

Danach müssen wir wieder auf den Raspberry PI in die Konsole. Man macht das entweder vom Client-PC aus über ein Terminal (z. Bsp. Putty) oder direkt am Raspberry PI, wenn dieser noch an Keyboard und Monitor angeschlossen ist. Die folgenden Anleitungen stammen von https://github.com/Bronkoknorb/a1tv-helpers

Ist die Konsole, am besten als root-admin geöffnet, so installiert man zuerst ruby und die dazugehörigen libraries.

sudo apt-get install ruby ruby-dev
sudo gem install rest-client

Als nächstes benötigt man xmltv:

sudo apt-get install xmltv-util
sudo su hts
tv_grab_se_tvzon --configure
 
Nach der letzten Eingabe fragt das Konfigurationsscript des Grabbers nach folgenden Informationen:
  • Root-URL for grabbing data (hier http://xmltv.xmltv.se/channels-Austria.xml.gz eingeben)
  • Directory to store the cache:  /home/hts/.xmltv/cache
  • Select Channels : Hier all auswählen

Jetzt muss der TVheadend – Service neu gestartet werden:

sudo service tvheadend restart

Jetzt kann wieder auf das Webinterface von TVheadend gewechselt werden. Im EPG-Grabber TAB kann jetzt noch die Zeit zum Synchronisieren der EPG Datenbank ausgewählt werden.

epg2Die Senderlogos werden weitgehend gefunden. Wo das Senderlogo fehlt, kann unter dem TAB Kanal/EPG -> Kanäle in der Spalte Benutzerlogo ein Link mit einem geeigneten Logo eingetragen werden.

epg3Jetzt ist der Server soweit fertig konfiguriert und die Clients können eingerichtet werden. In meinem Fall habe ich auf der MINIX NEO X8 Android Box ein Kodi installiert. In der Liste Addons -> PVR-Addons ist unter vielen auch ein TVHEADEND Addon gelistet. Dieses wird installiert. Alle anderen PVR-Addons müssen deaktiviert werden.

tvh1In den Client Einstellungen ist lediglich noch die IP Adresse des Raspbery PI anzugeben. Die Ports sind default (9981). Wenn beim TVheadend Server kein eigener User angelegt ist, so brauchen wir auch im Client unter user und pass nichts einzutragen.

Jetzt fehlt nur mehr die Aufnahmefunktion am Server. Hierzu begeben wir uns wieder in das Webinterface vom Server. Unter Konfiguration -> Aufnahme sind die abgebildeten Einstellungen zu machen:

recIch habe hier das default profile editiert. Wichtig ist der Aufnahmedateipfad. Steckt am Raspberry PI ein externer USB-Datenträger, so kann dieser für die Aufnahme verwendet werden. (In der Xbian Konsole kann man sich den Datenträger entsprechend vorbereiten und Verzeichnisse erstellen). Die Einstellungen sind weitgehend selbsterklärend….

 

 

 

 

Das Buch zum Blog

DSC_2643Da nicht jeder die Möglichkeit besitzt, einen Computer oder Tablet mit Internetzugang benutzen zu können, habe ich mir gedacht, warum nicht die Sammlung an Blog-Beiträgen zu Papier bringen. Natürlich wäre die einfachste Möglichkeit das zu bewerkstelligen, Beitrag für Beitrag auszuwählen direkt vom Webbrowser mit einem Drucker zu drucken. Das wollte ich aber schöner machen. Auf die Idee haben mich die Fotobücher gebracht, die zur Sommer- und Urlaubszeit ja immer stark beworben werden. Hier kann man ja einfach über einen online Editor seine Fotos hochladen, bearbeiten, arrangieren und danach daraus direkt ein Fotobuch drucken lassen.

DSC_2645So etwas, dachte ich mir, muss es ja auch für Weblogs geben. Also auf den Webseiten der Fotobuchhersteller gesucht, aber hier war nichts zu finden. Der Schwerpunkt liegt eindeutig im Bereich der Bilderwelt. Also habe ich mich weiter auf die Suche gemacht und bin bei einem Verleger/Drucker fündig geworden. Die Firma nennt sich „epubli“ (http://www.epubli.de/), hat den Sitz in Deutschland und wirbt mit dem Slogan: „Eigenes Buch drucken, Buch binden und Buch veröffentlichen„. Voraussetzung dafür ist ein vollständig formatiertes PDF-Dokument, das dann einfach hochgeladen werden kann. Im Webformular von epubli kann man unterschiedlichste Formate und Papiersorten auswählen, auch ob in Farbe oder Schwarz-Weiß gedruckt werden soll. Der Umschlag kann in Hardcover oder Softcover gewählt werden. In meinem Fall habe ich mich für einen Farbdruck in DIN A5 mit 90g Papier entschieden. Das Cover ist ein Softcover.

DSC_2644Das Buch beinhaltet ca. 80 Blogbeiträge und ebenso viele Bilder aus den Beiträgen. So ist ein übersichtliches und angenehmes „Offline-Blättern“ möglich. Die Kosten für den Druck eines Buches mit Versand betragen ca. 48 Euro.

Das Erstellen und Formatieren habe ich mit Word gemacht und die fertige Version als PDF gespeichert. Um den Inhalt des Blogs als doc-files zu erhalten muss aus WordPress zuerst ein XML-Export des gesamten Inhalts gemacht werden. Dieser kann dann mit dem kleinen Tool „wordpress2doc“ in ein Worddokument konvertiert werden. (Ich habe im Beitrag „ Von WordPress zu Word.doc“ darüber berichtet. Jetzt braucht man NUR mehr das Format in Word anzupassen. Das ist auch die meiste Arbeit und dauert einige Tage – da es in diesem Fall 322 Seiten geworden sind…

hCG – elektronisch

DSC_2547Aus aktuellem Anlass ist mir folgendes kleine Gerät in die Hände gefallen. Es handelt sich um einen elektronischen hCG Test. hCG ist die Kurzform für das humane Choriongonadropin, einem Glykoprotein also einem Hormon, das während einer Schwangerschaft gebildet wird. Dieses Hormon lässt sich am einfachsten im menschlichen Urin nachweisen. Hierzu wird ein Teststreifen verwendet, auf dem sich hCG-Antikörper befinden, die mit dem im Urin befindlichen hCG reagieren. Weitere Inhaltsstoffe sorgen für eine chemische Färbung der Reaktion und stellen das Vorhandensein von hCG, also einer Schwangerschaft optisch dar. Die einfachsten sogenannten „Stäbchentests“ zeigen das hCG in Form eines farbigen Strichs an, der zusammen mit einem Kontrollstrich erscheinen muss.

Es gibt aber auch hCG Test´s, die keine, für den Nutzer erkennbare Streifendarstellung haben, sondern ein LC-Display in dem im Klartext „nicht schwanger“ oder „schwanger“ angezeigt werden. Der Test ist für eine einmal-Anwendung konzipiert und wird danach weg geworfen. Also dachte ich mir, da drinnen muss ja einiges an Technik verbaut sein und habe den Test nach erfolgter Verwendung demontiert. DSC_2550

Nach dem Öffnen des Gerätes ist zu erkennen, dass direkt an den „Saugstreifen“(weißer Streifen links im Bild), der in das zu testende Medium verbracht wird, zwei herkömmliche Teststreifen angelegt und mit einer Klammer fixiert sind. Der Urin wird also durch Kapillarwirkung zu diesen beiden Teststreifen transportiert und kann dort mit den Antikörpern reagieren.

DSC_2551Entfernt man nun diese beiden Teststreifen, so kann man auf der Rückseite sofort die typische Färbung nach der Reaktion erkennen. Eigentlich genügt diese Information und man kann das Ergebnis der Messung sofort ableiten. Üblicherweise beschäftigt man sich nicht unbedingt immer mit dem Aufbau und dem technischen Hintergrund eines Schwangerschaftstest und so kann es passieren, dass einem beim Kauf eines solchen Tests zuerst  das teuerste Gerät angedreht wird. Jetzt also kommt die „Einmalelektronik“ ins Spiel. Auf einer kleinen Platine, die von zwei Knopfzellen versorgt wird, befinden sich ein LC-Display, ein Controller sowie eine opto-elektronische Einheit.

DSC_2552Die sensitiven Areale der beiden Teststreifen sind so angeordnet, dass sie sich direkt über fotoempfindlichen Sensoren befinden.  Die Sensoren bestehen aus einer Fotodiode und einer Led. Färbt sich am Teststreifen nun der sensitive Bereich, so wird das Licht der Led an den blauen Markern nicht mehr im selben Maß reflektiert, wie an den weißen Bereichen. Somit ändert sich der Strom durch die Fotodioden. Der kleine Kontroller wertet die Ströme der einzelnen Fotodioden nun aus und generiert aus diesen Daten die Information für das LC-Display. Gestartet, oder genauer gesagt eingeschaltet, wird die Auswerteelektronik sobald der Leitwert des Saugstreifens eine Schwelle überschreitet (also nass wird).

DSC_2554
Platine mit LC-Display
DSC_2557
Energieversorgung durch Knopfzellen

Singbox – UKW Radio aus Fernost

DSC_4912Ein nettes kleines Teil für gerade einmal dreizehn Euro ist mir diesmal untergekommen.Es nennt sich „SINGBOX“ und ist ein UKW-Radioempfänger der in Fernost verkauft wird  und auch über online-shops hier zu bekommen ist. Das Teil hat die Abmessungen von 12 x 7 x 3 cm und wiegt knapp 220 Gramm. Eine kleine Teleskopantenne mit drei Segmenten sorgt für einen vernünftigen UKW – Empfang. Das Gerät ist aber nicht nur ein Radioempfänger, nein – es kann auch MP3. Ein seitlich eingebauter Micro-SD Kartenslot kann MicroSD Karten bis 16GB Kapazität lesen und darauf befindliche MP3-Dateien abspielen. Der kleine Lautsprecher kann mit seinen 2Watt ordentlich Lärm machen. Die Energie bezieht der Empfänger aus einer LiIon Batterie mit 3.7V/800mAh die sehr stark an die in Chinahandys verbauten Akkus erinnert. Die Batterie kann über die eingebaute Mini USB-Buchse geladen werden.

DSC_4916Im Bild ist die 3.7V / 0.8Ah Batterie zu sehen. Sie kann, wie auch bei vielen Handys aus China üblich, einfach entnommen und getauscht werden.

DSC_4917
Batterie ins Gerät eingelegt

Auf der Frontseite des Gerätes befindet sich ein LC-Display, das Rot beleuchtet ist und an die 7-Segment Led-Anzeigen aus früheren Zeiten erinnert. Das Display zeigt die UKW-Frequenz, Play/Pause von MP3 und den Batterieladezustand an.

DSC_4920Über die sechs Tasten, können die Sender gesucht, bzw. weitergeschaltet werden. Die Betriebsmodi (Radio/Player) werden über „Mode“ umgeschaltet . Play/Pause ist selbsterklärend.

DSC_4918Seitlich findet man einen AUS/EIN Schiebeschalter, der den Batteriestromkreis vollständig trennt. Die Lautstärke wird über ein klassisches Drehpotentiometer eingestellt. An die3.5mm Klinkenbuchse kann ein Kopfhörer angeschlossen werden. Die USB-Buchse dient zum Laden des Akku und der MicroSD-Slot nimmt Datenträger mit MP3 files auf (die SD-Karte muss FAT oder FAT32 formatiert sein).

DSC_4914Die technischen Daten:

Hersteller Singbox
Model SV-936
Type Portable
Farbe Rot
Material ABS
Interner Speicher
keiner
Speichersystem
MicroSD
Max. Speicherkapazität
16GB
Media Format MP3
Maximale Leistung
2W
Impedanz 4ohm
Signal to Noise Ratio(SNR) 80dB
Interface 3.5mm jack / 1 x Mini USB / 1 x TF card slot
Radio FM Radio
FM Frequenz 70~108MHz
Batterie External 800mAh

Die Verarbeitung ist von mäßiger Qualität, der ABS-Kunststoff wirkt billig. Die Gehäuseteile sind nicht sehr präzise gefertigt, sodass das Gerät schnell umkippt. Technisch jedoch funktioniert es aber anstandslos und kann vor allem im Outdoorbereich am See, oder beim Lagerfeuergrill als Hintergrunduntermalung genutzt werden. Mehr kann man sich für 13 Euro ja auch nicht erwarten.

 

Neuer Webauftritt der Fachhochschule Kärnten

website
Ausschnitt: FH-Webauftritt NEU

Studieren am Puls der Zeit …

Frisch, übersichtlich, benutzerfreundlich und informativ. Seit heute ist die neue Website der Fachhochschule Kärnten online. Die Fachhochschule Kärnten hat ihren Internetauftritt übersichtlicher, schneller und mobiler gemacht. Unter www.fh-kaernten.at ist nicht nur eine völlig neue Optik zu sehen. Auch unterwegs zeigt sich die Fachhochschule jetzt optimal auf dem Display. Egal ob IOS, Android oder Windows – das Design passt sich den mobilen Geräten an.

Der Aufbau basiert auf Bootstrap und ist dadurch auf allen gängigen Geräten mit den unterschiedlichsten Bildschirmformaten darstellbar. Das FH – aCTIons System ist durch eigene Typo3 Extensions in die Homepage integriert worden und ermöglicht daher eine perfekte Einbindung von z.B.Teamlisten, Kontaktwidgets, Publikationslisten, der Mitartbeitersuche bzw. -details.

webmasterDank der engagierten und intensiven Arbeit der Webmaster bzw. – programmierer, Herrn Mario Wehr und Herrn Hannes Klingberg wurde es möglich, die neue Website pünktlich zum 20Jahr-Jubiläum der Fachhochschule ins Netz zu stellen. Ein immenser Vorteil der inHouse – Programmierung ist natürlich auch der Fokus auf die Möglichkeiten der strategischen Weiterentwicklung.

 

 

 

Das Sturmglas – die Wettervorhersage

Einige Zeit ist nun schon wieder seit dem letzten Blogeintrag vergangen. Das schiebe ich zum einen auf einiges an Arbeit, sowohl beruflich und auch privat, so dass einwenig die Energie zum Bloggen fehlte. Die letzten Tage ist aber das schöne Wetter schuld. Die Zeit verbrachte ich lieber mit dem Motorradfahren statt hinter dem PC zu sitzen… Doch eine kleine Spielerei habe ich mir auch wieder geholt.

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FritzRoy Sturmglas

Ein Arbeitskollege hat mir dav0n erzählt und bei einem großen Internetversandhaus wurde ich schnell fündig. Es handelt sich dabei um ein sogenanntes FritzRoy-Sturmglas.

Bekannt ist ein Sturmglas schon seit langer Zeit aus der Seefahrt. Dort wurde es zur Vorhersage von Wetteränderungen verwendet. Das Sturmglas ist ein mit zwei Flüssigkeiten gefüllter und hermetisch verschlossener Glaszylinder. Die Flüssigkeiten sind meist Campher und Alkohol in gesättigter Form, die sich nicht vermischen, sondern kleine Kristalle bilden. Die Bildung dieser Kristalle steht in einem Zusammenhang mit der Wetteränderung.

Lange Zeit glaubte man, dass die Kristalle auf Änderung des Luftdrucks reagieren. Neuere Forschungen weisen angeblich darauf hin, dass die Kristalle auf elektromagnetische Felder, sogenannte „Sferics„, reagieren. Diese Sferics entstehen vorzugsweise in Tiefdruckgebieten.

Also zeigt das Sturmglas das Herannahen eines Tiefdruckgebietes und somit das Schlechtwetter an.

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Kristalle als Wettervorhersage

Die Tabelle (aus der CarloMilano Bedienungsanleitung) zeigt die unterschiedlichen Kristall-Wetterzusammenhänge.

Klare Flüssigkeit Das Wetter wird sonnig und klar
Flockige Flüssigkeit Es wird bewölkt. Niederschlag ist möglich
Kleine Flöckchen Es wird neblig oder feucht
Kleine Sternchen Ein Gewitter steht an
Kleine Sternchen an einem schönen Wintertag Es wird schneien
Große Flocken Es wird bedeckt. Schnee ist möglich
Viele Kristalle auf dem Boden Es gibt Frost
Kristalle an der Oberfläche Es wird stürmisch

Neues aus dem Labor

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Microchip unter Mikroskop ca. 1x1mm mit Anschlussleitungen

Eigentlich gehört es nicht in einen Retroblog. Es hat nämlich nichts mit „Retro“ zu tun. Es ist brandaktuell. Und worum es geht, ist den nächsten paar Zeilen zu entnehmen.

„ES“ ist ein Einblick in das SI-Labor (SI=Systems Integration) und was wir hier so machen.

 

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Bondgerät mit 17um Draht

Im Rahmen eines aktuellen Projektes des Interact Josef Ressel Centers (siehe Projektwebsite) wurden in unseren Labors Platinen zur Messung und Spezifikation von Microchips entworfen. Ebenso werden die vom Team der Interact-Gruppe, unter Leitung von Hrn. Dr. Sturm hergestellten Microchips mit einem sogenannten Wedge- bzw- Ballbondgerät mit Golddrähten zur Leiterplatte verbunden. Die Drähte haben dabei einen Durchmesser von 17um (=0,017mm) bzw. 25um(=0,025mm).

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Needleprober mit zwei Prüfspitzen

 

Nachdem die alle benötigten Kontakte des Chips mit der Platine verbunden sind, können erste Messungen durchgeführt werden. Um möglichst genaue Messwerte vom Chip zu erhalten, werden ganz kritische Signale mit kalibrierten Prüfspitzen direkt vom Chip abgenommen bzw. eingespeist. Würden die Messsignale über die Leitungen der Printplatte geführt, so können verschiedene elektrische und physikalische Effekte (parasitics) die Messwerte erheblich verfälschen. Das Messen direkt am Chip passiert natürlich unter dem Mikroskop mit einem sog. Needleprober. Da hier alles manuell von Hand eingestellt wird, ist höchste Präzision und Konzentration angesagt. Eine kleine Unachtsamkeit oder Vibration kann die mehrere tausend Euro teuren Prüfspitzen sofort zerstören.

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Prüfspitzen auf Chip aufgesetzt. Oben sieht man die Bonddrähte

Nachdem nun die Messungen am Chip direkt durchgeführt worden sind, kann die Printplatte selbst gemessen werden. Ihre Charakteristik wird dann in die gesamte Messung einbezogen (deembedding).

Die Printplatte selbst ist aus sehr dünnem und ziemlich flexiblem Material. Das ist aber für weitere Messungen nicht von Vorteil. Da hier oft viele Kabel und Leitungen angeschlossen werden, würde sich die Platine von Messung zu Messung anders biegen. Das wiederum beeinflusst auch schon wieder die Ergebnisse. Also haben wir mit dem Gedanken gespielt, für die Platine einen Rahmen, oder ein Gehäuse zu fräsen. Da dieses mechanisch auch wieder sehr filigran und umständlich herzustellen ist, hat unser 3D-Printer Spezialist Herr DI Mario Wehr (Website) die Produktion mit eben einem 3D-ABS-Drucker angeboten.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Um dem Gehäuse eine RF-Schirmung zu verpassen, wird es mit einem leitfähigen Lack überzogen…

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1.Versuch – Prüfung der Maßhaltigkeit
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2. Versuch mit Platine (noch ein paar Änderungen nötig)
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3. Versuch (Die Boards sind verbunden)

Robocup Maskottchen

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Roboter im Computermuseum

Von Samstag, den 25.04. bis Sonntag, den 26.04.2015 finden an der Fachhochschule Kärnten in Villach die Austrian Open 2015 des RoboCupJunior statt. ->LINK

Aus diesem Anlass wird im Eingangsbereich der Fachhochschule in Villach ein über drei Meter hoher Roboter aufgestellt. Genauer gesagt handelt es sich bei diesem Roboter um ein Modell das von Schülern des Gymnasium Sankt Martin in Villach im Rahmen des Unterrichts gebaut wurde. Das übergroße Modell besteht zum größten Teil aus Pappschachteln, die mit Schmelzkleber, Farbe und viel Arbeit zu einem Roboter zusammengesetzt wurden. Dank Herrn Diepolder (Gymnasium) und Herrn Dr. Ungermanns (FH)  wird der „große Geselle“ für den diesjährigen RoboCupJunior, als Maskottchen und Blickfang zur Verfügung gestellt und im Eingangsbereich der FH, genauer gesagt im Computermuseum aufgestellt.

Um den Roboter noch realistischer aussehen zu lassen, haben wir Elektroniker mit ein wenig Beleuchtung nachgeholfen und ihn mit LED-Leisten und Lichteffekten ausgestattet.

Die folgenden Bilder zeigen die Arbeiten vom Anbringen der Beleuchtung… 😀

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