Open Access und Open Data – Notwendigkeit von Maßnahmen an Hochschulen

Transparenz, Offenheit und Kollaboration sind wesentliche Prinzipien einer funktionierten modernen Demokratie und Verwaltung. Die Hochschulen sollten sich auch diesen Prinzipien verpflichtet fühlen. Demgegenüber steht allerdings die aktuelle Situation, dass Forschungsergebnisse der Hochschulen teilweise nicht öffentlich bzw. nicht ohne Einschränkungen verfügbar sind.

Die derzeitige Situation kann durch den Einsatz von Open Access und Open Data geändert werden. Open Access ist dabei ein Publikationsmodell, bei dem wissenschaftliche Veröffentlichungen über das Internet frei zur Verfügung gestellt werden. Der Zugang erfolgt ohne finanzielle, rechtliche oder technische Beschränkungen. Die Benutzer können die Veröffentlichungen uneingeschränkt kopieren, benutzen und verteilen, unter der Bedingung, dass eine korrekte Nennung der Urheberschaft vorliegt.

Open Data funktioniert in ähnlicher Form mit dem Bezug auf Daten. Es handelt sich dabei um (Roh)Daten, die ebenfalls ohne finanzielle, rechtliche oder technische Beschränkungen frei elektronisch zur Verfügung gestellt werden. Die Daten werden in Form von offenen Standards zur Verfügung gestellt, d.h. die benutzen Dateiformate sind zumeist kostenlos und lizenzfrei und erlauben damit einen einfachen Zugang zu den Daten.

Der Einsatz von Open Access und Open Data im Hochschulsektor erscheint als zweckmäßig und zeitgemäß.


Studie über Internetnutzung der Urlauber in Kärnten

Der Studienzweig Digital Business Management an der FH Kärnten, hat im Sommer 2012 eine Befragung von Urlaubern in Kärnten über ihr Internetverhalten vor, während und nach dem Urlaub durchgeführt. Es wurden insgesamt 300 Personen befragt. Die Befragung erfolgte an 13 Ausflugszielen/Sehenswürdigkeiten in Kärnten. Die Studie steht hier zur Verfügung  ”Studie Internetnutzung der Urlauber in Kärnten

Zentrale Ergebnisse waren:

  •  94% der Befragten sind Internetnutzer (nur 6% der Befragten nutzen das Internet überhaupt nicht)
  •  61% der Internetnutzer haben sich vor dem Urlaubsantritt im Internet zur Unterkunft informiert.
  • Die am häufigsten gewählte Buchungsart für die Unterkunft, war mit 39% ein Online – Buchungsportal.
  • 50% der Urlauber, die sich über die Unterkunft informiert haben, haben sich auch die Unterkunftsbewertungen durchgesehen
  • 39% derjenigen, die das W-LAN Angebot in der Unterkunft nutzen, war dieses kostenpflichtig.
  • 29% der Urlauber führen nach ihrem Urlaub Unterkunftsbewertungen im Internet durch.
  • Rund 22% halten sich während des Jahres über Urlaubsort/Unterkunft am laufenden. Dafür nutzen die meisten die Homepage der Unterkunft und die Homepage der Gemeinden.
  • Von den Befragten gaben 28% an, nach dem Urlaub mit Hilfe des Internets über den Urlaub zu berichten/posten.

CIO Kongress

Im Zeitraum vom 13. bis 15. November hat der 8. L.S.Z CIO Kongress stattgefunden. An dieser Veranstaltung nehmen hauptsächlich CIOs bzw. IT-Leiter aus ganz Österreich teil. Diesmal waren mehr als 250 Teilnehmer bei der Veranstaltung mit vielen prominenten Namen, sowohl unter den Vortragenden, als auch unter den vertretenen Firmen. Die Veranstaltung ist interaktiv aufgebaut, sodass sich die Teilnehmer in Arbeitskreisen aktiv einbringen konnten. Von besonderem Interesse für Digital Business waren die Arbeitskreise Mobility, Software 1 (Virtualisierung, Cloud Computing) und Social Media Strategien.
Gleich in den ersten Sitzungen wurde klar, wie schwer sich die IT-Leiter mit dem Vordringen von iPad und Co tun. Diese Geräte stellen eine Herausforderung dar, da einerseits eine neue Plattform hinzukommt, andererseits aber auch das Thema Security besonders davon betroffen ist. Neu ist dabei, dass ein solches Thema durch die Führungskräfte (Vorstände, Geschäftsführer) angestoßen wird, da diese die Endgeräte als praktisch und nicht zuletzt auch cool empfinden und mit den Geräten auch aktiv arbeiten möchten (surfen, e-Mails senden, auf interne Dateien zugreifen …). Zusätzlich kommen noch Anforderungen aus dem Trend „bring your own device“ (die Mitarbeiter bringen ihre eigenen Geräte wie SmartPhones, TabletPCs u.ä. mit). Auch hier sind die IT-Leiter mit neuen Anforderungen konfrontiert, da die Mitarbeiter gerne die Geräte in ihre berufliche Tätigkeit integrieren möchten.
Cloud Computing stellt ein weiteres Thema dar, das vielen IT-Leitern Kopfzerbrechen bereitet bzw. in Zukunft bereiten wird. Hier schlummert ein Veränderungspotential, das viele IT-Abteilungen in den nächsten 5 – 10 Jahren massiv verändern wird. Viele Tätigkeitsbereiche könnten in die Cloud wandern und damit ein Abbau von Personal und Einflussbereich einhergehen. Die IT-Abteilungen werden stärker zu Informationszentren werden und sich mehr um Verknüpfungen von Daten mit Prozessen und verschiedenen Medien beschäftigen.

Social Media ist geprägt durch das Phänomen, dass Mechanismen, die im Internet funktionieren, intern in Unternehmen überhaupt nicht funktionieren. Der Einsatz von Web 2.0 Tools wie Wikis ist ein Beispiel dafür. Generell steht hier die Frage der Umsetzbarkeit von Social Media Themen in Unternehmen im Vordergrund. Es sind hier deutlich mehr Fragen offen, als Antworten gegeben werden können.


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E-Business und E-Government

In einem von mir am 10.05.2011 gehaltenen Vortrag bei den Eastern Europan eGov Days habe ich versucht, einen Bezug zwischen E-Business und E-Government herzustellen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob diese beiden Welten nicht viel ähnlicher sind, als allgemein angenommen.

Die Infrastruktur ist, wenn man sich das Internet als Trägermedium nimmt, identisch. Es gibt weder technologische (Webserver, Application Server, Browser …) noch sprachliche ((x)html, xml …) Unterschiede.

Eine Ebene höher, in der Identifikationsebene, bestehen idente Anforderungen an Authentifizierung und Authorisierung. Die öffentliche Verwaltung stellt auf Grund der sensiblen Daten strengere Anforderungen an die Systeme, als Unternehmen. Die Frage ist dabei erlaubt, ob Bankdaten weniger senibel sind. Tatsache ist jedenfalls, dass Parallelstrukturen existieren. Die öffentliche Verwaltung nutzt die Bürgerkarte, die Finanzinstitutionen ihre jeweiligen proprietären Systeme. Eine Vereinheitlichung würde beiden Welten gut tun und könnte als Standard für alle Unternehmen gelten. Dabei sollte keine österreichische Lösung entwickelt werden, sonderen eine gesamteuropäische Lösung. Diese würde sich aber sehr rasch verbreiten.

Auf der nächsten Ebene, der Transaktionsebene, gibt es wieder idente Anforderungen. Elektronische Signatur, Transaktionscodes (TAN-Code) und elektronische Rechnung bzw. Bezahlung sind in beiden Welten gefragt. Auch hier existieren Parallelwelten. Unternehmen setzen auch hier ihre proprietären Lösungen ein, die Verwaltung die Bürgerkarte und die mobile Signatur. Auch wenn es Tendenzen für eine Öffnung gibt, die Parallelwelten bleiben bestehen. Auch hier wäre eine europäische Lösung für Unternehmen und die Verwaltung eine sehr sinnvolle Sache.

Auf der nächsten Ebene, der Produkt- und Serviceebene, mag es Unterschiede geben. Diese sind aber bei näherer Betrachtung gar nicht so groß. Weder Produkt-/Serviceselektion und -auswahl unterscheiden sich wesentlich. Auch unterstützende Prozesse, z.B. der Beteiligung an Produktentwicklung respektive demokratischer Vorgänge, sind technologisch sehr ähnlich. Diese Prozesse mögen ihrem Wesen nach sehr unterschiedlich sein, aber aus Sicht der Managements von Informationen sind sie es nicht. Idente Plattformen könnten in beiden Welten eingesetzt werden.

Die öffentliche Verwaltung genießt ein hohes Vertrauen. Die politischen Systeme besitzen die Möglichkeiten Regeln und Standards europaweit durchzusetzen. Die Unternehmen besitzen die Kraft für Innovationen und technische Umsetzung. Diese drei Dimensionen könnten vereint werden. Die Politik definiert die Standards, die Unternehmen setzen diese in technischen Lösungen um und die Verwaltung (bzw. von dieser eingesetzte Zertifizierungsorganisationen) zertifiziert die Lösungen. Daraus entstehen technologische Basisdienste, die sowohl für e-Business, wie auch für e-Government eingesetzt werden können.

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Interview mit Programmleiter FH-Prof. Dr. Wolfgang Eixelsberger

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SIME Vienna (April 2011)

Am 28.04.2011 hat erstmals SIME Vienna stattgefunden. Es handelt sich dabei um eine Reihe von Konferenzen, die in mehreren Städten Europas durchgeführt werden und ihren Ausgang in Stockholm haben. SIME steht dabei für Scandinavic Interactive Media Events. Exzellent moderiert wurde die Veranstaltung von Ola Ahlvarsson, einem der Gründer von SIME und seit vielen Jahren als Internetunternehmer aktiv.
Der Schwerpunkt am Vormittag lag bei Medien, die sich in einem starken Umbruch befinden und sich dementsprechend den neuen Gegebenheiten aus der Internetökonomie anpassen müssen. Der Höhepunkt des Vormittags war der Vortrag von Assaf Biderman von MIT SENSEable City Laboratory. Sein Vortrag war gekennzeichnet durch anschauliche Beispiele über die Möglichkeiten Städte „intelligenter“ zu gestalten.
Der Reigen der hochkarätigen Vortragenden bzw. Diskutanten ging am Nachmittag weiter mit David Rowan von Wired UK, gefolgt von Mattias Miksche (stardolls.com), Stefan Glänzer (last.fm) und Daniel Mattes (JahJah.com). Ein weiterer Höhepunk war Pablos Holman (Intellectual Ventures Lab) der sich als Hacker und Visionär betätigte.
Insgesamt eine sehr gelungene Veranstaltung, die stark geprägt war durch Medien und Digitale Unternehmer bzw. Unternehmen. Klassische Unternehmen, die sich auch langsam an die neuen digitalen Umwelten anpassen müssen, waren kaum vertreten. Diese sind wohl ein wenig zu langweilig für eine solche Veranstaltung, in der sich diese junge und dynamische Community auch selbst feiert. Schade, gerade hier gibt es enormes Potential für die Zukunft.
Was noch auffiel – iPod und iPad sind die überwiegend eingesetzten „Werkzeuge“ der Besucher. Die Vortragenden waren überwiegend junge Männer. Wo bleiben die Frauen?


Digital Business Management

Das Internet hat nicht nur das Leben von vielen Menschen massiv verändert, sondern auch die Art und Weise wie die Wirtschaft funktioniert und damit einhergehend, wie Unternehmen funktionieren. Digital Business Management beschäftigt sich insbesondere mit dem Zusammenhang zwischen einer durch das Internet geprägten Ökonomie und Unternehmen. Beispiele dafür sind Veränderungen im Umfeld von Marketing. Hier hat sich mit der Entstehung der Internetökonomie beispielsweise das e-Marketing entwickelt. Abgesehen von spezifischen Unternehmensbereichen betrifft das Thema aber auch Branchen insgesamt. Beispiele dafür sind e-Tourismus und e-Verwaltung.

Digital Business Management beschäftigt sich mit der Gesamtsicht auf den Themenkomplex Internet und Unternehmen. Digital Business Management beschäftigt sich mit Methoden, Werkzeugen und Strukturen der einzelnen Ausprägungen (e-Business, e-Commerce, e-Marketing …), in den einzelnen Branchen (e-Tourismus, e-Verwaltung, Internethandel …) und stellt die Beziehung zu den eingesetzten Technologien her (Sprachen für Webanwendungen, Webtechnologie…). Diese Gesamtsicht erlaubt eine entsprechende Unterstützung von einzelnen Unternehmen, spezifischen Branchen und der Verwaltung im Umgang mit Veränderungen die von Internetökonomie ausgehen.


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