IHSI 2019 – Integrating People and Intelligent Systems

Nachlese 2nd International Conference on Intelligent Human Systems Integration (IHSI 2019)

Neuartige technische Systeme mit Menschen zu verbinden ist eine der größten Herausforderungen der heutigen IKT Forschung. Ängste, veränderte Bedürfnisse und Zeitdruck stellen dabei die größten Hürden dar. Daher finden sich einmal jährlich ExpertInnen aus aller Welt zur IHSI zusammen, um die verschiedensten intelligenten Systeme vorzustellen, und den Ansatz der Verwirklichung der Mensch-Maschinen Schnittstelle zu diskutieren. 2019 fand die Konferenz im Kalifornischen San Diego vom 7-10 Februar statt. Die Konferenz richtig sich dabei vor allem an Computerspezialisten und Experten in der Konzeptionierung von Mensch-Maschinen Interaktionen. Die Forschungsfelder sind dabei sehr breit aufgestellt: u.a. Militärtechnik, Luftfahrt, assistierende Smart Homes, Robotik, Telemedizin / Telekommunikation, E-Learning, künstliche Intelligenz und Automotive.

Eröffnet wurde die Konferenz von Prof. Azad M. Madni, der einen spannenden Vortrag zum Thema adaptive Cyber-Physical-Human-Systems abhielt. Dabei gab er einen Ausblick über die Errungenschaften des 21 Jahrhunderts und welche Forschungsfelder in Zukunft an Relevanz gewinnen. Dabei spannte er den Bogen von handelsüblichen medizinischen Geräten hin zu Themengebieten wie Smart Manufacturing oder autonomes Fahren. Anschließend fanden in 32 zum Teil parallel abgehalten Tracks 148 Vorträge zu den unterschiedlichsten Themengebieten statt.

Daniela Elisabeth Ströckl, Researcherin an der FH Kärnten und Mitglied der Forschungsgruppe AAL sowie dem Forschungsinstitut IARA, präsentierte einen modelbasierten Ansatz zur Implementierung einer multimodalen Mensch-Maschinen Schnittstelle für ein assistierendes Smart Home. Unter „modelbasierend“ versteht man einen Entwicklungsansatz basierend auf generalisierten Meta-Modellen, die durch Instanziierung konkretisiert werden und dadurch für einzelne Szenarien spezifizierte Modelle ergeben. Das entwickelte System kann kombiniert mit einer KI-Einheit das Verhalten der zu assistierenden Person erlernen, die Instanziierungen individuell selbst durchführen und dadurch an die Person angepasste Unterstützung anbieten. Durch die Multimodalität können verschiedenste Interaktionseinheiten mit dem System verbunden werden, dies können Geräte für Input-Interaktionen (Keyboard, Touchscreens, Mikrophone, Kameras zur Gestensteuerung) oder Output-Interaktionen (Lautsprecher, Bildschirme, Lichtstrahlen zur Navigation) sein. Das ermöglicht es, dass Personen je nach vorhandenen körperlichen und geistigen Fähigkeiten / Einschränkungen bzw. nach den eigenen Vorlieben mit dem System interagieren können, dass lt. einer durchgeführten Studie zur Erhöhung der Systemakzeptanz führt.

Weitere Details können im Paper nachgelesen werden:
Ströckl, D. E. and Mayr, H. C., (2019). Model-based multi-modal Human-System Interaction. Proceedings of the 2nd International Conference on Intelligent Human Systems Integration (IHSI 2019): Integrating People and Intelligent Systems, San Diego, California, USA, February 7-10, 2019, Springer Books.

Abseits der Konferenzvorträge gab es genug Zeit, sich untereinander zu vernetzen und einem regen Austausch nachzugehen. Auch weiterführende Kontakte sind entstanden, die auch nach der Konferenz weiter gepflegt werden.

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